Ehemalige First Lady
Betty Ford ist tot

Betty Ford ist im Alter von 93 Jahren in einem kalifornischen Krankenhaus gestorben. Berühmtheit erlangte die Witwe des US-Präsidenten Gerald Ford durch die Gründung des Betty Ford Centers und den Kampf für Frauenrechte.
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Detroit, WashingtonDie ehemalige First Lady Betty Ford ist am Freitag im Alter von 93 Jahren gestorben. Wie die Familie auf der Internetseite der Gerald-Ford-Präsidentenbibliothek mitteilte, starb die 93-Jährige am Freitagabend in einem Krankenhaus im kalifornischen Rancho Mirage. Die Witwe des früheren US-Präsidenten Gerald Ford war unter anderem durch ihren öffentlichen Kampf gegen ihre Tabletten- und Alkoholsucht bekannt geworden. In dem von ihr mitgegründeten Betty Ford Center sind seither mehr als 90.000 Menschen wegen Drogenproblemen behandelt worden, darunter auch viele Prominente aus Hollywood. Ford habe dazu beigetragen, das gesellschaftliche Stigma rund um die Drogenabhängigkeit zu reduzieren und Tausende Menschen inspiriert, Hilfe zu suchen, sagte US-Präsident Barack Obama in einer Erklärung am Freitag.

Betty Fords Ehemann, der Republikaner Gerald Ford, war im Jahr 1974 dem im Zuge des Watergate-Skandals zurückgetretenen Richard Nixon ins Amt gefolgt, und blieb nur drei Jahre im Weißen Haus, bis er von Jimmy Carter abgelöst wurde. Gerald Ford starb im Dezember 2006, ebenfalls im Alter von 93 Jahren.

An Brustkrebs erkrankt

Während ihrer Zeit als First Lady wurde Betty Ford eine Brustkrebserkrankung diagnostiziert. Durch ihren für die 1970er ungewohnt offenen Umgang mit der Krankheit brachte sie viele Amerikaner dazu, sich ebenfalls untersuchen und behandeln zu lassen. Außerdem setzte sich für die Abtreibung und die Rechte der Frauen ein - in einer Zeit, als das in der republikanischen Partei ihres Mannes noch nicht selbstverständlich war. Berühmtheit erlangte sie aber vor allem durch das Betty Ford Center, in dem sich unter anderem Liz Taylor, Johnny Cash oder zuletzt auch Lindsay Lohan behandeln ließen.

Leute, die wieder gesund geworden seien, hätten ihr oft gesagt, sie habe deren Leben gerettet, sagte Ford einmal in einem Interview. „Die sind sich nicht bewusst, dass wir nur die Möglichkeit dafür schaffen, dass sie es selbst machen. Das ist alles.“ Marty Allen, der emeritierte Vorsitzende der Ford-Stiftung, bestätigte den Tod der ehemaligen First Lady. Die genaue Todesursache war zunächst nicht bekannt.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur
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dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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