Ehemann der Queen
Prinz Philip tritt wieder ins Fettnäpfchen

Prinz Philip (84) hat wieder einmal ins Fettnäpfchen getreten. Junge Leute seien doch heute noch genauso „ignorant“ wie vor 50 Jahren, raunzte der Gemahl der Queen nach Angaben der Zeitung Daily Mail ausgerechnet auf der Jubiläumsfeier einer Jugendorganisation.

HB LONDON Ein Sprecher der National Students Union (NUS) forderte eine Entschuldigung. Die Bemerkung fiel ausgerechnet am Rande einer Feierstunde zum 50. Jahrestag des einst von Prinz Philip selbst ins Leben gerufenen Organisation Duke of Edinburgh's Awards

Die Organisation hilft jungen Menschen zwischen 14 und 21 Jahren, ihr persönliches Potenzial durch die Teilnahme an Abenteuer- und Sportexkursionen zu entwickeln. „Junge Leute sind alles andere als ignorant“, erklärte der stellvertretende NUS-Präsident Julian Nichols. „Sie suchen stets nach Wissen und Antworten.“ Die Bemerkung des Prinzen und Herzogs von Edinburgh sei „beleidigend“.

Fettnäpfchen säumen den Weg des Queen-Gemahls schon seit Jahrzehnten. Und jedes Mal, wenn er hineintritt, greift die Londoner Presse das genüsslich auf. So wies Philip im vergangenen Jahr eine Rollstuhlfahrerin mit den Worten zurecht, sie sei ein „Sicherheitsrisiko in dem Ding“. In Peking warnte er einst britische Studenten, sie könnten „Schlitzaugen bekommen“, wenn sie noch lange dort blieben.

In Ungarn wunderte sich Philip öffentlich über die vielen „Bierbäuche“. Helmut Kohl begrüßte er als „Reichskanzler“. Und beim Besuch eines Hindu-Tempels in London fragte der Herzog die Priester, ob sie Rebellen von den Tamil Tigers seien. In Australien wollte er von Ureinwohner wissen: „Bewerfen Sie sich immer noch gegenseitig mit Speeren?“

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