„Ehrenvictoria“

Joachim Gauck erhält Preis für sein Lebenswerk

Der frühere Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Joachim Gauck, ist für sein Lebenswerk mit dem Medienpreis "Ehrenvictoria" des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger ausgezeichnet worden. Bundespräsident Wulff lobte ihn als Kämpfer für die Freiheit. Auch EU-Kommissionspräsident Barroso erhielt einen Preis.
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Preisträger Gauck (r.) mit Bundespräsident Wulff. Quelle: dpa

Preisträger Gauck (r.) mit Bundespräsident Wulff.

(Foto: dpa)

HB BERLIN. Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) hat den früheren Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, Joachim Gauck, mit dem Medienpreis "Ehrenvictoria" für sein Lebenswerk ausgezeichnet. "Wir sollten immer wieder Dank denen sagen, die so mutig waren wie Sie", sagte Bundespräsident Christian Wulff in seiner Laudatio am Donnerstagabend in Berlin.

Wulff betonte, der Einsatz für Freiheit sei "der eindrucksvolle rote Faden" im Leben Joachim Gaucks. Der frühere DDR-Bürgerrechtler habe ein leuchtendes Zeugnis davon gegeben, dass es sich lohne, für Freiheit zu kämpfen. Wulff betonte, dass es ohne Gauck keine systematische Aufarbeitung der Stasi-Diktatur gegeben hätte.

In seiner Laudatio rief Wulff seinen Mitbewerber um das Amt des Bundespräsidenten dazu auf, der Gesellschaft noch lange als "Kämpfer für die Freiheit" erhalten zu bleiben. In Anspielung auf die zurückliegende Bundespräsidentenwahl scherzte Gauck in seiner Dankesrede: "Das war auch für unser Land eine wundervolle Begegnung, die hier stattgefunden hat."

Der VDZ hob in seiner Begründung hervor, der Preis würdige Gaucks geradliniges und unermüdliches Eintreten für Freiheit, Gerechtigkeit und Ausgleich im wiedervereinigten Deutschland. Bisherige Preisträger in der Kategorie "Ehrenvictoria" waren unter anderem Michail Gorbatschow und Helmut Kohl.

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso wurde mit der in diesem Jahr erstmals verliehenen "Goldenen Victoria für den Europäer des Jahres" geehrt. "Er kämpft wie kein anderer dafür, dass sich Europa nicht wieder in nationale Egoismen zerteilt", sagte der frühere bayerische Ministerpräsident, Edmund Stoiber, in seiner Laudatio. Stoiber würdigte die Verdienste Barrosos um die europäische Integration.

Der Portugiese sei auf der Weltbühne das Gesicht Europas. In seiner Begründung hob der VDZ hervor, Barroso habe sich für eine stabile und solidarische Wirtschafts- und Währungsunion eingesetzt.

Die "Goldene Victoria für Integration" erhielt Liz Mohn von der Bertelsmann-Stiftung. Als "Unternehmer des Jahres" wurde der Vorstandsvorsitzende der Linde AG, Wolfgang Reitzle, ausgezeichnet. In der Kategorie "Goldene Victoria für Soziales Engagement" wurde ein Libanon-Projekt der Gemeinschaft Junger Malteser geehrt.

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