Ehrung im Trump Tower Deutsch-amerikanische Ruhmeshalle feiert Doris Day

Seit 13 Jahren will die deutsch-amerikanische Ruhmeshalle die Errungenschaften deutscher Einwanderer und ihrer Nachkommen in den USA feiern. Menschen wie Siegfried & Roy, Albert Einstein, Doris Day - und Donald Trump.
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Aufnahmezeremonie zwischen Trump-Fanshop und Trump-Snackbar mit bayrischem Bier von der Trump-Bar. Quelle: AP
Doris Day

Aufnahmezeremonie zwischen Trump-Fanshop und Trump-Snackbar mit bayrischem Bier von der Trump-Bar.

(Foto: AP)

New YorkFast auf den Tag genau zwei Jahre nachdem Donald Trump im Atrium des New Yorker Trump Towers seine Präsidentschaftskandidatur erklärte, ist dort an die rosafarbene Marmorwand ein Schriftzug projiziert: GAMHOF steht am Donnerstagabend (Ortszeit) in Großbuchstaben neben der Rolltreppe, die Trump damals winkend hinunterfuhr, German-American Hall of Fame. Die deutsch-amerikanische Ruhmeshalle, die es seit 2004 in virtueller Form gibt, feiert ihre Aufnahmezeremonie neuer Mitglieder zwischen Trump-Fanshop und Trump-Snackbar mit bayrischem Bier von der Trump-Bar.

Geehrt werden in diesem Jahr die Schauspielerin und Sängerin Doris Day, die per Brief mitteilen lässt, wie stolz sie auf ihre deutsche Herkunft sei, der Schauspieler Eric Braeden, die Sex-Therapeutin Ruth Westheimer, der Baseballspieler Lou Gehrig (1903-1941) und der Klavierbauer Henry Steinway (1797-1871). Braeden und Westheimer sind persönlich erschienen, die deutsche Generalkonsulin hält eine kurze Ansprache, die Nationalhymnen Deutschlands und der USA werden gesungen und zum Abschluss gibt es ein geschmettertes „God Bless America“.

„Als ich das letzte Mal hier war, haben wir den jetzigen Präsidenten der Vereinigten Staaten in die Ruhmeshalle aufgenommen“, sagt die Moderatorin Rita Cosby, die durch die feierliche Zeremonie führt, und vom Publikum aus dem Atrium kommt lautes Klatschen. 2012 war das, ebenfalls im Trump Tower. Trumps Großvater Friedrich Drumpf wanderte vor rund 130 Jahren aus Deutschland in die USA ein.

Diesmal lässt Trump sich nicht blicken. Seit seinem Amtsantritt im Januar war er nicht mehr in seiner Luxuswohnung im Trump Tower an der noblen Fifth Avenue. Und seit auch Ehefrau Melania im Weißen Haus in Washington wohnt, sind die Sicherheitsvorkehrungen in dem Wolkenkratzer wieder deutlich zurückgegangen.

In die virtuelle deutsch-amerikanische Ruhmeshalle sind neben Trump unter anderem bereits die Magier Siegfried & Roy, der frühere Präsident Dwight D. Eisenhower, der Jeanshosen-Macher Levi Strauss und Wissenschaftsgenie Albert Einstein teils posthum aufgenommen worden. „Wir wollen damit ein Beispiel setzen, wir wollen Vorbilder aufnehmen“, sagt der in München geborene Gamhof-Chef Hetzler, der unter anderem eine Immobilienfirma betreibt.

Das Imperium der Ivanka Trump bekommt Risse
Fleißige Geschäftsfrau
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Ivanka Trump hat sich mit ihrem gleichnamigen Unternehmen eine eigene Existenz aufgebaut. Nach ihrem Wirtschaftsstudium entwarf sie eine eigene Schmuckkollektion und verkauft seit 2011 auch Mode unter ihrem Namen. Der wird jetzt zum Problem: Die Unbeliebtheit ihres Vaters Donald Trump schlägt sich auch in den Verkaufszahlen der eigenen Mode nieder, zudem werden Boykottaufrufe gegen die Produkte von Ivanka Trump laut.

Mama und Model
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Auf diesem Bild posiert Ivanka Trump in einem ihrer eigenen Outfits. Auf ihrer Homepage werden auch Schuhe und Handtaschen unter dem Namen Ivanka Trump angeboten. Neben der Mode widmet sie ihre Zeit auch ihren drei Kindern Arabella, Joseph und Theodore. Verheiratet ist sie mit dem Unternehmer und Politikberater Jared Kushner. Vor ihrer Karriere als Geschäftsfrau modelte Trump für zahlreiche internationale Designer und war sogar Gastjurorin in Heidi Klums Show „Project Runway.“

Aus den Läden verbannt
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Die Politik ihres Vaters Donald Trump schadet offenbar der Marke Ivanka Trump. Die Kaufhauskette Nordstrom nahm die Produkte von Ivanka Trump aus dem Programm. Offizielle Begründung sind die mangelhaften Verkaufszahlen – inoffiziell wird vermutet, dass das Unternehmen damit auf landesweite Boykottaufrufe reagiert, um wirtschaftlichen Schaden abzuwenden.

Andere Kaufhäuser ziehen mit
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Auch andere Kaufhausketten reagierten auf den Trump-Boykott. So wie auf diesem Bild wird die Marke Ivanka Trump künftig bei einigen Händlern nicht mehr beworben. Die Einzelhandelskette TJ Maxx beispielsweise wies ihre Mitarbeiter an, sämtliche Werbeschilder für die Marke Ivanka Trump zu entfernen. Die Produkte bleiben allerdings vorerst im Verkauf. Auch der Händler Marshalls entschied sich zu diesem Schritt.

Kritik von ganz oben
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Via Twitter griff US-Präsident Donald Trump die Kaufhauskette Nordstrom, nachdem bekannt wurde, dass die Marke Ivanka Trump aus dem Sortiment entfernt wird, scharf an: „Meine Tochter Ivanka wurde von Nordstrom so unfair behandelt. Sie ist ein so wunderbarer Mensch – sie bringt mich immer dazu, die richtigen Dinge zu tun! Schrecklich!“

Made in China vs. Make America Great Again
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Donald Trump verteidigt die Mode seiner Tochter – dabei entspricht die so gar nicht seinen Vorstellungen eines amerikanischen Unternehmens: Wie auf diesem Etikett zu sehen ist, lässt Ivanka Trump ihre Produkte auch in China herstellen. Noch im Wahlkampf wetterte der US-Präsident gegen Firmen, die ihre Produkte in China herstellen lassen, und kündigte Strafzölle für chinesische Produkte an.

Ivanka braucht Alternativen
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Neben ihrer Modekollektion betreibt Ivanka Trump noch zwei Juweliergeschäfte in exklusiver Lage in New York. Ob sich die Produkte hier besser verkaufen, ist fraglich. Allerdings kann ihre Ware hier sicher nicht aus dem Programm genommen werden. Sollte das negative Image ihres Vaters Donald weiterhin für Umsatzrückgänge und Boykottaufrufe sorgen, wird sich Ivanka Trump bald nach einem neuen Standbein umsehen müssen. Aber als erfahrene Geschäftsfrau und Mitglied des milliardenschweren Trump-Clans, wird ihr da sicher etwas einfallen.

Die Frage, wie der umstrittene Präsident Trump dazu passe, weist Hetzler zurück. „Ich kenne ihn seit 23 Jahren, ich kenne ihn gut, ich kenne die Familie. Er ist eine sehr ehrliche Person, er ist einzigartig, er ist unkonventionell, so einfach ist das. Wie er regiert, man darf ihn nicht vergleichen, man muss ihn machen lassen. Er will das Beste für das Land.“

Nicht alle Gäste und neu aufgenommenen Gamhof-Mitglieder scheinen das genauso zu sehen. „Ich habe viel Respekt für meine Herkunft“, sagt die 1928 in Wiesenfeld geborene Sex-Therapeutin Westheimer auf Englisch mit immer noch starkem deutschen Akzent. Sie musste als Jüdin vor den Nationalsozialisten fliehen musste. „Und auch wenn wir hier in diesem Land gerade durch sehr schwierige Zeiten gehen, werden wir es überstehen, denn die USA sind ein starkes Land.“

  • dpa
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