Ein Blick in die Büros der Zukunftsforscher
Visionäre mit Renditepflicht

Die wahren Abenteuer finden im Kopf statt, dort, wo Zeit und Raum sich mischen und Neues entsteht. Bilder, dann Begriffe, Gedanken, schließlich Konzepte. „Sie glauben gar nicht, was ich mir so alles ausdenke“, sagt Burkhard Theile und lächelt wie einer, der gerne Märchen erzählt.

DÜSSELDORF. Einst hat der groß gewachsene Manager, der in einem Alter ist, in dem andere längst die Vorzüge des Vorruhestands genießen, die Phänomene des Polarlichts untersucht. Heute denkt er vor allem über Strategien für die Zukunft nach.

Strategie, das Wort mögen Chefs gern. Denn es klingt nach Clausewitz, nach Weitblick und damit so bedeutend, dass es meist die Vorstandsvorsitzenden sind, die am häufigsten davon erzählen. Aber die Grundlage für die Strategien liefern den Chefs andere, Frauen und Männer, die sich hauptberuflich mit der Zukunft beschäftigen. So wie Burkhard Theile, so wie die anderen Visionäre mit Renditepflicht, die in diesem Text vorgestellt werden.

Sie arbeiten meist im Verborgenen. Aber sie haben Einfluss, etwa die 150 Mitarbeiter, die für den Software-Hersteller SAP seit einigen Jahren die Märkte der Zukunft einschätzen. „Vor fünf Jahren waren wir froh, wenn wir eine ordentliche Zweijahresplanung hatten“, sagt SAP-Vorstand Peter Zencke. Heute gebe es eine langfristige Planung, auch dank der Abteilung Zukunft.

Wichtiger noch aber sind die Zukunftsarbeiter in den Industrien, die man gemeinhin als „alt“ apostrophiert. Denn die Konzerne dieser Branchen sind es, die in besonders langen Zyklen investieren und weit in die Zukunft schauen müssen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%