Ein Kirchenfürst mit Engagement für Rechtlose
Porträt: Oscar Andres Rodriguez Maradiaga

Kardinal Oscar Andres Rodriguez Maradiaga (62) aus Honduras hat bisher kaum eine Gelegenheit ausgelassen, um zu zeigen, für wessen Interessen er sich am ehesten engagiert: für die der Armen und Entrechteten.

HB TEGUCIGALPA. Maradiaga hat sich immer wieder in die Politik seines Landes eingemischt. 1997 im Rahmen einer großen inneren Reform in Honduras übernahm der Erzbischof sogar für acht Monate die Leitung der Polizei des Landes, die bis dato jahrzehntelang von den Militärs befehligt worden war. Schon damals genoss er so großes Ansehen, dass die Regierung ihn mit der Aufgabe betraute, die Polizei wieder in zivile Hände zu überführen.

Oscar Andres Rodriguez Maradiaga stammt aus einem der ärmsten Länder Lateinamerikas. Er wurde am 29. Dezember 1942 in der Hauptstadt Tegucigalpa geboren. Er trat in den Orden der Salesianer ein und wurde 1970 im Nachbarland Guatemala zum Priester geweiht. Auch über die Grenzen seines Heimatlandes hinaus machte er sich schnell einen Namen als Kämpfer für soziale Gerechtigkeit.

Maradiaga ist nicht nur Theologe. In El Salvador hat er Philosophie, im österreichischen Innsbruck Psychologie und Musik studiert. Außerdem hat er ein Examen für den Schulunterricht in Physik, Mathematik und Chemie erworben. Auch sprachbegabt ist der Honduraner, durchaus vergleichbar mit dem gestorbenen Papst aus Polen. Er hat neben seiner Muttersprache Spanisch auch Englisch, Deutsch, Portugiesisch, Italienisch und natürlich Latein und Altgriechisch gelernt.

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