"Ein Leben in Kontoauszügen"
Hörspielpreis der Kriegsblinden nach München

Der Hörspielpreis der Kriegsblinden geht an einen Münchner Autor. Weigl liest in dem Stück «Stripped» seinen eigenen Kontoauszug rhythmisch vor.

HB BERLIN. Der Münchner Autor Stefan Weigl erhält für sein Hörspiel «Stripped - Ein Leben in Kontoauszügen» den Hörspielpreis der Kriegsblinden. Wie die Filmstiftung Nordrhein-Westfalen am 29. März mitteilte, ist «Stripped» das erste Hörspiel des 1962 geborenen Autors.

Das Stück wurde am 24. Mai 2004 erstmals im WDR gesendet. Mit seinem 47-minütigen «rhythmisch-musikalischen Vortrag der eigenen Kontoauszüge» wage Stefan Weigl «einen Striptease, der den letzten Hort der Privatheit - das eigene Girokonto - der medialen Öffentlichkeit preisgibt», so die Jury in ihrer Begründung.

Der Autor definiere so das sprechende Ich «allein aus seinen ökonomischen Rahmenbedingungen». Der in München lebende Weigl thematisiere in seinem Hörspiel die Verarmung inmitten einer Wohlstandsgesellschaft und zeige den Mechanismus von Konsumzwängen auf.

Weigl arbeitete als Texter für Werbeagenturen und als Autor für Film und Fernsehen.

Mit dem Hörspielpreis der Kriegsblinden wird seit 1951 jährlich ein von einem deutschsprachigen Sender konzipiertes und produziertes Hörspiel ausgezeichnet, das «in herausragender Weise die Möglichkeiten der Kunstform realisiert und erweitert». Der Preis wird gemeinsam vom Bund der Kriegsblinden Deutschlands und der Filmstiftung Nordrhein-Westfalen getragen.

Er wird am 6. Juni auf dem Petersberg bei Bonn übergeben.

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