Eine Herausforderung wäre eine Hauptrolle
Axel Schulz schlägt als Bodyguard vor der Kamera zu

Ex-Profiboxer Axel Schulz spielt als Gast in „Ein Fall für zwei“ einen Bodyguard. Die voraussichtlich im Januar 2005 ausgestrahlte Krimi-Folge widmet sich einem brisanten Thema: Doping beim Muskelaufbau.

HB MAINZ. Ohne zu zögern ballt der Ex-Profiboxer Axel Schulz seine rechte Faust und schlägt zu. Gegner ist kein Ebenbürtiger, sondern Schauspieler Claus Theo Gärtner alias Josef Matula aus der ZDF-Krimireihe „Ein Fall für zwei“. Er hat eine Dame neben sich angepöbelt und so den Boxer gereizt. Nach mehreren Treffern sinkt er erschöpft zu Boden - und steht munter wieder auf, als die Szene im Kasten ist. Schnitt - für Axel Schulz ist die Show am Set eines Fitness-Studios bei den Dreharbeiten in Mainz erstmal vorbei.

Schulz spielt als Gast in „Ein Fall für zwei“ einen Bodyguard. Die voraussichtlich im Januar 2005 ausgestrahlte Krimi-Folge widmet sich einem auch in der Boxwelt brisanten Thema: Doping beim Muskelaufbau. Vor der Kamera macht der Kraftprotz eine gute Figur, auch dahinter kommt er gut an: „Das Team liebt ihn“, beteuert Produzent Wolfgang Wysocki. Kein Wunder: Schulz lässt sich nicht bedienen - er selbst füllt die verteilten Plastikbecher mit Cola und sorgt obendrein noch mit seiner frechen Berliner Schnauze für ausgelassene Stimmung.

„Im Ring bist Du völlig auf Dich alleine gestellt“, sagt Schulz, der mittlerweile bereits seinen 25. Filmauftritt hinter sich gebracht hat - neben vielen kleinen Gastrollen in TV-Produktionen auch zwei Kinofilme. „Das große Team bei solchen Produktionen finde ich faszinierend. Hier steht und fällt der Erfolg mit der Leistung jedes einzelnen.“ Für den sportlichen Einzelkämpfer Schulz ist Teamarbeit eine neue Erfahrung. Doch nicht nur das Team, auch die Rolle muss dem ehemaligen Schwergewichtsboxer gefallen. „Absagen kann ich mir leisten und das kam auch schon vor. Immerhin bin ich Sportler genug, um etwa Szenen, in denen ich ausgiebig rauchen soll, nicht anzutreten.“ Alles lässt der 35-Jährige mit sich also nicht machen.

Größenwahn hat Schulz jedoch nicht entwickelt: „Beim Film geht es ganz stark um Qualität“, sagt er und sieht seine eigene Zukunft eher nicht vor der Kamera. Dennoch: Ein befreundeter Schauspieler gibt ihm in gewissen Rollen Nachhilfe. „Ich musste erst lernen, vor der Kamera den Schwachen zu spielen“, gibt Schulz preis. „Ich habe mir auch schon eine Schauspielschule in New York ausgesucht, um mehr aus mir zu machen. Mir fehlt aber schlicht die Zeit.“

Eine Herausforderung wäre eine Hauptrolle: „Das reizt mich schon, mal ein richtig dickes Drehbuch zu Hause in aller Ruhe durchzuarbeiten und eine Rolle richtig einzustudieren.“ In der aktuellen ZDF-Krimiproduktion spricht er indes nur sieben Sätze und zeigt vielmehr Präsenz und körperlichen statt verbalen Einsatz. Dass er anders als im Profi-Boxsport als Schauspieler noch kein Ass ist, räumt er bescheiden ein: „Hier bin ich doch nur ein Amateur.“

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