Eine Stunde mehr
Tipps für die Rückkehr zur Normalzeit

Wenn am Sonntag die Uhren eine Stunde zurückgestellt werden bekommen wir alle etwas geschenkt, denn bekanntlich gilt ja „Zeit ist Geld“. Doch bereichert die Extra-Stunde einen wirklich, oder bringt sie nur Chaos?

HB HAMBURG. „Die Umstellung auf Normalzeit ist für die Innere Uhr des Menschen ein Festtag“, sagt Schlafforscher Jürgen Zulley. „Es ist der einzige Tag im Jahr, an dem Biorhythmus und Tagestakt gleich schlagen, denn der innere Tag hat 25 Stunden.“ Doch ob wach oder nicht: Auf die Nacht zum letzten Sonntag im Oktober sollte jeder gut vorbereitet sein.

„Wer davon wirklich profitieren will, sollte schon am Freitag und Samstag eine Stunde später schlafen gehen, und dann länger schlafen“, empfiehlt Zulley. Sonst könnte das Zeitgeschenk statt der erhofften Erholung eher zum Schlafdieb werden. Der eigene Schlafrhythmus werde nicht von einem auf den anderen Tag geändert. „Wer normal weiter schläft, wird sonst um sieben statt um acht wach und verschenkt das Geschenk.“ Idealerweise sollte jeder sieben Stunden Schlaf finden - plus/minus zwei Stunden.

Die Zeitumstellung gibt es in Deutschland seit 1980. Vor allem sollte nach den Erfahrungen der Ölkrise 1973 durch eine bessere Nutzung von Tageslicht Energie gespart werden. Bis 1995 wurde in Deutschland, wie in den meisten Nachbarländern, stets Ende September von der Sommer- auf Normalzeit umgestellt. Nur England und Irland ließen die Sommerzeit bis Ende Oktober laufen. Laut Physikalisch- Technischer Bundesanstalt einigten sich die EU-Staaten nach einer Umfrage schließlich auf eine einheitliche Regelung, die seit 1996 zu Gunsten des britischen Modells ausfällt.

Während sich die meisten Menschen in jedem Herbst über die Extra-Stunde freuen, bringt sie allen Nachtdienstlern Mehrarbeit. „In Krankenhäusern ist die XXL-Nacht ein Glück-Pech-Spiel: Jedes Jahr trifft es einige, die die Stunde länger bleiben müssen“, sagt Holger Mages von der Deutschen Krankenhausgesellschaft. Manchmal übernimmt aber auch der Frühdienst die zusätzliche Stunde. „Und einige teilen es sich „schwesterlich“ auf: je eine halbe Stunde für das Nacht- und das Frühteam.“ Auch andere Nachtarbeiter müssen laut Industrieverbänden eine Stunde länger ran.

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