Eine Woche danach: Erdbebenhilfe läuft wie ein Uhrwerk

Eine Woche danach
Erdbebenhilfe läuft wie ein Uhrwerk

Während die japanische Reaktion auf den atomaren GAU Kritik eher hilflos wirkt, geht das Land mit den Folgen von Erdbeben und Tsunami hochprofessionell und effizient um.
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OkayamaIn Japan kommt der Aufbau einer Notversorgung für die Erdbebenregion im des Landes Nordosten eine Woche nach dem Megabeben verblüffend gut voran. Alle Elektrizitätsgesellschaften haben Personal ins Krisengebiet entsandt, das beim Aufspannen neuer Stromleitungen hilft. Die Ölgesellschaften arbeiten mit Hochdruck daran, wieder Tanklaster in die Region vordringen zu lassen. Hilfskräfte verteilen Nahrung und Wasser, und sogar erste Verkehrsmittel fahren wieder.

Auch die Selbstorganisation der Betroffenen in der Region läuft derweil vorbildlich ab und hilft, weitere Todesfälle zu verhindern. In der teilweise zerstörten Stadt Sendai funktionieren erste Wasserleitungen und U-Bahnlinien wieder. Baufirmen kooperieren mit Armee und Gemeinden, um Straßen von Geröll zu räumen.

Die größte Aufgabe steht jedoch den Ölkonzernen des Landes bevor. Ihr Einsatz ist besonders dringlich, weil die Temperaturen in der Erdbebenregion unter Null gefallen ist - in dem Ort Shiokama sogar fast auf minus vier Grad. Einige Baumärkte haben zwar zehn Liter Brennöl kostenlos an jeden Anwohner verteilt - doch auch ihre Vorräte sind in den vergangenen Tage zuneige gegangen.

Auch der Transport von Personal und Hilfsgüter ist wegen Benzinmangel erschwert. In den Krankenhäusern bleiben die Notgeneratoren mit leerem Tank stehen.

Die Ölkonzerne kämpfen daher entlang ihrer gesamten Wertschöpfungskette um die Wiederherstellung der Versorgung. Derzeit sieht es noch schlecht aus: Tanker aus Ölländern können wichtige Häfen für die Anlieferung ihrer Ware nicht anlaufen. Sechs große Raffinerien sind zerstört. Benzin-Terminals in den kleineren Häfen an der Ostküste sind vom Tsunami verwüstet. Auf den Straßen kommen Tanklaster nicht durch. Und am Ende der Kette liegen auch die Tankstellen in Trümmern.

Doch die Unternehmen haben für diesen Fall schon vor Jahrzehnten Pläne vorbereitet. Der nach Umsatz zweitgrößte japanische Ölkonzern Idemitsu Kôsan hat von Tag eins an seine Kräfte darauf konzentriert, das Kraftstoffdepot im Hafen Shiokama flott zu kriegen. Er liegt mitten im Krisengebiet und ist der ideale Brückenkopf für die Wiederaufnahme der Versorgung. "Wir hoffen, schon heute wieder einen Teilbetrieb aufnehmen zu können", teilt das Unternehmen am Freitag mit.

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  • Warum will mein Vorkommentator seinen Namen nicht preisgeben? Es gibt Wichtigeres als Formfehler in einem Artikel. Man bedenke, dass der Autor womöglich unter erschwerten Bedingungen schreiben musste (z.B. Erdbeben), oder dass durch die Umstände in Tokyo kein Korrekturleser zur Verfügung stand (z.B. Evakuierung)...
    Bitte schreiben Sie das nächste Mal etwas Konstruktiveres (oder lassen Sie es ganz bleiben), denn unnötig Negatives braucht kein Mensch, in Japan z.Zt. sowieso nicht!

  • Wer hat bloss den Artikel geschrieben? Fehler über Fehler. 6=setzen! Oder hat das Handelsblatt kein Geld mehr für einen Lektor?

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