Einspruch abgewiesen: Papst-Attentäter kommt frei

Einspruch abgewiesen
Papst-Attentäter kommt frei

Ali Agca wird am Donnerstag aus der Haft in der Türkei entlassen. Der Mann saß dort nicht nur wegen des Attentats auf den Papst.

HB ISTANBUL. Einen Einspruch der Familie des ermordeten türkischen Journalisten Abdi Ipekci habe das Gericht in Istanbul abgewiesen, berichtete der Nachrichtensender CNN- Türk am Mittwoch. Vor dem Gefängnis im asiatischen Stadtteil Kartal, aus dem der Papstattentäter nach insgesamt 25 Jahren Haft in italienischen und türkischen Gefängnisse entlassen werden soll, warteten am Mittwoch schon zahlreiche Journalisten, darunter viele aus Italien und Polen, meldete die Nachrichtenagentur Anadolu.

In der Türkei ist die Freilassung nicht unumstritten. Für den Mord an dem prominenten Journalisten Abdi Ipekci, zwei Jahre vor dem Papstattentat, war Agca 1980 in Abwesenheit von einem Militärgericht zur Todesstrafe verurteilt worden. Vorher gelang ihm jedoch die Flucht und er setzte sich ins Ausland ab.

Am 13. Mai 1981 hatte Agca auf dem Petersplatz in Rom auf Papst Johannes Paul II. geschossen und ihn schwer verletzt. Die Hintergründe des Attentats sind bis heute nicht geklärt.

Nach den knapp 20 Jahren, die Agca in Italien wegen des Mordanschlags auf den Papst einsaß, wurde er in der Türkei wegen weit zurückliegender Raubüberfälle erneut vor Gericht gestellt. Er profitierte von diversen Amnestien und wurde zu einer Gesamtstrafe von etwas mehr als sieben Jahren verurteilt. Die Strafe gilt jetzt als verbüßt.

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