Eisbärenbaby geboren
Ein „Knut“ für Bremerhaven

Rund 40 Jahre hat es gedauert – nun hat eine Eisbärin im Bremerhavener Zoo wieder ein Baby geboren. Eisbärenmutter und -kind ginge es gut, sagte der Zoo. Nur die Neujahrsnacht bereitet den Pflegern Sorgen.
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BremerhavenErstmals seit 41 Jahren ist wieder ein gesundes Eisbärenbaby im Bremerhavener Zoo am Meer geboren worden. Die Mutter „Valeska“ kümmere sich rührend um den Nachwuchs und komme allen Pflichten nach, teilte der Zoo am Freitag mit. Kamerabilder aus der Wurfhöhle und Töne zeugten von einem gesunden und zufriedenen Säugling.

„Valeska“ hatte sich schon seit längerer Zeit in ihre Wurfhöhle zurückgezogen. Dort wurde sie bereits seit Wochen 24 Stunden täglich mit einer Kamera überwacht, um das Allgemeinbefinden und Verhalten der Bärin sowie eine mögliche Geburt überwachen zu können.

Am 16. Dezember war es dann soweit: Im Nebenraum brachte „Valeska“ ihr Baby zur Welt und trug es nach der Geburt sofort vorsichtig in die Wurfhöhle. Einen Tag später wurde ein zweites Jungtier entdeckt, das aber tot war. Die ersten Tage vergingen mit bangem Warten, da es auch vorkommen kann, dass die Bärin keine Milch hat.

Der Zoo bittet jetzt mit Unterstützung der Stadt darum, in der Nähe des Zoos keine Silvester-Böller zu zünden. Dies könne die Mutter extrem irritieren und dem Säugling schaden. Ein benachbarter Platz wurde für den Publikumsverkehr gesperrt.

Die erfolgreiche Zucht von Eisbären in Zoos ist schwierig: 2011 sind weltweit in Zoos laut Internationalem Zuchtbuch nur neun kleine Eisbären groß geworden. Weltberühmt wurde der 2006 im Berliner Zoologischen Garten geborene „Knut“, der 2011 nach einer Hirnhauterkrankung ertrunken war. Im Bremerhavener Zoo sind in den Jahren von 1935 bis 1972 immerhin 23 Jungtiere groß geworden. Davon zog alleine die Bärin Suse II 15 Jungtiere groß.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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