Eisige Temperaturen: Bisher 175 Kältetote in Europa

Eisige Temperaturen
Bisher 175 Kältetote in Europa

Die Kältewelle in Osteuropa hat bisher mindestens 175 Menschen das Leben gekostet. Besonders hart traf es die Ukraine. Doch auch Südosteuropa und Italien hatten mit dem eisigen Wintereinbruch zu kämpfen.
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KiewDie Kältewelle hat Osteuropa fest im Griff. Mindestens 175 Menschen kamen bei den eisigen Temperaturen ums Leben. Und die Zahl dürfte noch steigen. Rumänien muss sich auf neue schwere Schneestürme einstellen. Auch in Rom bot sich ein ungewöhnliches Bild: Eine dicke Schneeschicht bedeckte das Colosseum. Den letzten heftigen Schneefall gab es dort 1986.

In Russland und der Ukraine errichteten die Behörden unter Hochdruck Notunterkünfte und boten medizinische Versorgung an. Die russische Nachrichtenagentur Itartass zitierte am Freitag den stellvertretenden Gesundheitsminister Maxim Topilin mit den Worten, dass im Januar 64 Menschen erfroren seien. Der russische Katastrophenschutzminister Sergei Schoigu ordnete die Versorgung von Obdachlosen mit Lebensmitteln und Medikamenten an.

Am schlimmsten betroffen von der Kältewelle ist die Ukraine mit bislang 101 Toten. Allein am Freitag starben dort 38 Menschen an Unterkühlung und Erfrierungen. Das Gesundheitsministerium wies die Krankenhäuser an, obdachlose Patienten nach der Behandlung nicht in die Kälte zu entlassen. Draußen herrschten Temperaturen bis minus 32 Grad. Nach offiziellen Angaben starben in der Ukraine seit Beginn der Kältewelle am 27. Januar 64 Menschen auf den Straßen, elf in Krankenhäusern und 26 zu Hause.

Etwa 1.500 Schwäne, Enten und Seemöwen froren auf dem Eis vor dem kleinen ukrainischen Hafen Odessa fest. Rettungskräfte mussten mit Schiffen das Eis brechen, um die Vögel zu befreien, teilte das Katastrophenschutzministerium mit.

Die Kältewelle ist die schlimmste in Osteuropa seit Jahrzehnten. Es kam zu Stromausfällen und gefrorenen Wasserleitungen. Die meisten Schulen, Kindergärten und Flughäfen blieben geschlossen, Busverbindungen fielen aus. Die Behörden errichteten tausende Notunterkünfte.

Rumänien muss sich auf neue, schwere Schneestürme einstellen. Ab dem heutigen Freitagmittag gilt eine Unwetterwarnung vor allem für den Süden des Landes. Das berichtete das Nachrichtenportal „punkto.ro“. Die Polizei mahnte die Bürger, von allen nicht zwingend erforderlichen Autofahrten abzusehen. Zu den massiven Schneefällen kommen die weiter arktischen Temperaturen, die auch am Tag nicht über minus 15 Grad hinausgehen. In Teilen des Landes wurden aber auch bereits Nachttemperaturen von 30 Grad unter null gemessen. Mehr als zwei Dutzend Menschen starben bislang an Erfrierungen.

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Minus 22 Grad in den italienischen Alpen

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  • Ja, ja, diese verdammte Erderwärmung. Japanische Medien berichten von 245 Toten, The Borneo Post von 146 Toten.

    Wie Kalt muss es eigentlich noch werden bis diese Idioten und Abzocker vom IPCC und den "Grünen" bei SPD,CDU, FDP und den Linken wie natürlich auch den Grünen merken, dass es kläter und nicht wärmer wird.

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