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Eisige Temperaturen: Mehr als 540 Kälte-Tote in Europa

Durch starke Schneefälle und extreme Minus-Grade sind in zahlreichen Ländern Europas Menschen ums Leben gekommen. Auch die Wirtschaft bekommt die Kälte nun immer stärker zu spüren.

Vor einem Kleintransporter versorgen Helfer in Moskau Obdachlose mit Getränken. Bei Temperaturen um minus 30 Grad zittert die Millionenmetropole im härtesten Winter seit Jahren. Quelle: dpa
Vor einem Kleintransporter versorgen Helfer in Moskau Obdachlose mit Getränken. Bei Temperaturen um minus 30 Grad zittert die Millionenmetropole im härtesten Winter seit Jahren. Quelle: dpa

BerlinDurch die eisige Kälte in Europa sind bereits mehr als 540 Menschen gestorben. Auch am Donnerstag machten teilweise heftige Schneefälle, eisige Stürme und Temperaturen tief unter dem Gefrierpunkt den Menschen zu schaffen. Quer durch Europa froren wichtige Wasserstraßen zu, beispielsweise kam auf der Donau der Schiffsverkehr nahezu zum Erliegen.

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In Deutschland mussten die Betreiber der Stromnetze nach eigenen Angaben zum zweiten Mal in diesem Winter Reserve-Kraftwerke einschalten, um das Netz stabil zu halten. Wegen der Kälte seien ein Block des Kohlekraftwerks in Mannheim sowie zwei österreichische Kraftwerke auf Bitten der vier großen deutschen Übertragungsnetz-Betreiber am Mittwoch angeworfen worden, erklärte das Landesumweltministerium von Baden-Württemberg. Das Kraftwerk in Mannheim lief demnach auch am Donnerstag. Der Eingriff erfolgte den Angaben zufolge nicht wegen Stromknappheit, sondern vorsorglich.

Nach AFP-Zählung sind bei der nun schon seit gut zehn Tagen anhaltenden Kältewelle in ganz Europa mehr als 540 Menschen gestorben. Die ukrainischen Behörden geben seit Dienstag keine neuen Zahlen mehr heraus, bis dahin wurden 135 Kältetote gezählt.

Zahl der Todesopfer wächst Winterchaos legt Europa und Japan lahm

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Polen meldete bis Donnerstag 77 Kältetote, mehr als 50 weitere Menschen starben wegen defekter Öfen an Kohlenmonoxidvergiftung oder verbrannten. In Rumänien starben 44 Menschen, in Bulgarien waren es 29. In isolierten Dörfern in Serbien, Kroatien, Bosnien, Mazedonien und Montenegro waren immer noch mehr als 70.000 Menschen von der Außenwelt abgeschnitten. In der bosnischen Stadt Mostar waren rund 15.000 Haushalte am dritten Tag in Folge ohne Strom.

Wegen der ungewöhnlich hohen Zahl von Knochenbrüchen war im kroatischen Split der gesamte Gipsvorrat von zwei Jahren binnen fünf Tagen aufgebraucht. Bürgermeister Zeljko Kerum machte die hohe Mehrwertsteuer für die vielen Unfälle verantwortlich: Sie habe die Preise für Winterstiefel in solche Höhen getrieben, dass die Leute sie sich nicht mehr leisten könnten.

Winterwetter

Die Schifffahrt auf der 2860 Kilometer langen Donau, die durch zehn Länder fließt, war von Österreich bis zum Schwarzen Meer vollständig oder teilweise blockiert. In Serbien beispielsweise wurde der Schiffverkehr auf der gesamten Flusslänge gestoppt. Auch die Straße von Kertsch, eine Meerenge zwischen dem Asowschen Meer und dem Schwarzen Meer, war komplett vereist. Dort hingen nach Angaben des ukrainischen Katastrophenschutzministeriums 126 Schiffe fest, darunter 120 ausländische.

Bulgarien kündigte seinerseits an, wegen der Kälte ab Freitag keinen Strom mehr zu exportieren. Betroffen davon sind Serbien, Griechenland, Mazedonien und die Türkei. Auch für die kommenden Tage wird kein Ende der Kältewelle erwartet.

  • 10.02.2012, 06:37 UhrAnonymer Benutzer: Klimaterror

    Frost und Schnee sollte es doch nicht mehr geben! Die Klimakatastrophenwarner haben uns das doch versprochen.
    Jetzt wäre es an der Zeit diese falschen Propheten für die Todesfälle mit verantwortlich zu machen.
    Diese sehen jedoch plötzlich die letzten Kälteeinbrüche, auch in den letzten Jahren, als Folge der globalen Erwärmung.
    Wer kann diesen Unsinn noch glauben?

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