Eizellspende von Mitarbeiterinnen
Klonpionier tritt nach ethischem Fehlverhalten zurück

Entgegen den internationalen Regeln hat Südkoreas Klonpionier Eizellen seiner Mitarbeiterinnen für die Forschung verwendet. Nun hat sich Hwang Woo Suk für sein ethisches Fehlverhalten entschuldigt und zieht die Konsequenzen.

HB SEOUL. Nach den umstrittenen Eizellspenden ist er von allen öffentlichen Ämtern zurückgetreten. Das erklärte der Tiermediziner am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in der Seouler National-Universität. Hwang will seine Forschungen in der Universität jedoch weiter betreiben.

Das Eingeständnis über die Herkunft der Eizellspenden sei für ihn „beschämend und schrecklich“, sagte der Forscher im Nachhinein. Die Praxis gilt in Wissenschaftskreisen als unethisch wegen des Risikos, dass Druck durch die Vorgesetzten ausgeübt wird. Das Gesundheitsministerium in Seoul nahm jedoch Hwang gegen die zuletzt häufiger werdenden Vorwürfe gegen ihn in Schutz. Die Mitarbeiterinnen hätten freiwillig zum Zweck der Forschung gehandelt.

Er ziehe sich vom Vorsitz der Welt-Stammzellenbank und aus allen anderen staatlichen und privaten Organisationen zurück, erklärte Hwang. Die „Welt-Stammzellen-Drehscheibe“ wurde erst am 19. Oktober eingeweiht. Auf Initiative von Hwang hatten Stammzellenforscher auf drei Kontinenten im Oktober ein Konsortium gegründet, das das therapeutische Klonen weltweit vorantreiben soll.

Hwang und sein Team hatten im vergangenen Jahr erstmals weltweit einen menschlichen Embryo geklont und daraus Stammzellen für die Herstellung von neuem Gewebe gewonnen. Die Stammzellenforschung Hwangs und anderer Forscher ist umstritten, weil sie auf die Herstellung von menschlichen Embryonen zum alleinigen Zweck der Forschung zurückgreifen.

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