„El Gordo“ bringt Glück
Milliardenausschüttung bei Lotto in Spanien

Die spanische Weihnachtslotterie hat 2,2 Milliarden Euro an Preisgeldern ausgeschüttet. Tausende Gewinner in ganz Spanien jubeln nach der vorzeitigen Bescherung. Aber es gibt auch kritische Stimmen.
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MadridRentner, Fabrikarbeiter, Beamte und Arbeitslose - Tausende Spanier sind bei der Ziehung der Glückslose der traditionellen Weihnachtslotterie mit einem Schlag ihre Geldsorgen losgeworden. Überall im Land lagen sich glückliche Gewinner in den Armen und prosteten sich mit Sekt zu. Insgesamt wurden 2,2 Milliarden Euro an Gewinnen ausgeschüttet. Die vor 202 Jahren gegründete Lotterie ist die größte und älteste der Welt.

Unter den Gewinnern waren auch die Mitarbeiter des Madrider Wachsfiguren-Museums, die 64 Millionen Euro unter sich aufteilen können. „Die Einzigen, die hier nichts gewonnen haben, sind die Wachsfiguren“, witzelte der Museumssprecher Gonzalo Presa.

Als Talisman erwies sich ein Beschäftigter, der für seine Kollegen 160 Zehntellose besorgt und sich für die Nummer 13.437 entschieden hatte. „Die Nummer musste eine 7 am Ende haben, denn das ist das Geburtsdatum meiner Freundin“, begründete der Loskäufer seine Entscheidung.

Genau diese Nummer wurde am Montag als Hauptgewinn, genannt „El Gordo“ (der Dicke), gezogen. Für ein ganzes Los entfallen vier Millionen Euro auf den ersten Preis. Die Spanier kaufen in der Regel jedoch Zehntellose, die dann auch nur ein Zehntel des Gewinns abwerfen.

Zudem ist es üblich, sich Lose mit Kollegen, Freunden und Verwandten zu teilen. Die Lotterie macht daher nicht viele Spieler zu Millionäre. Die Gewinne verteilen sich vielmehr auf größere Freundes- und Kollegenkreise und erinnern an einen Geldregen, der über das Land niedergeht.

Die Prozedur der Ziehung war spannend und bewegend wie selten zuvor. Die Kugel mit der Nummer von „El Gordo“ kam als eine der letzten aus der Lostrommel - vier Stunden nach Beginn der Ziehung. Dies hatte es in der Geschichte der Lotterie noch nie gegeben.

Die live im Fernsehen übertragene Prozedur zehrte auch an den Nerven der Kinder aus einer Waisenschule, die nach alter Tradition in einem Singsang die Preise und Gewinnnummern vortrugen.

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