Elektronische Kommunikation
Briefzustellung in Neuseeland wird weniger

Die neuseeländische Post muss immer weniger Briefe zustellen. Die Folge: Briefträger gehen nur noch dreimal die Woche von Haustür zu Haustür. Ist Neuseeland Vorreiter dieser Entwicklung?
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WellingtonDie neuseeländische Post hat immer weniger Briefe zuzustellen, und sie wird das vom Mitte 2015 an nur noch drei Mal die Woche machen. Die Regierung in Wellington stimmte am Mittwoch der Abkehr von der täglichen Briefzustellung zu, die Kosten sparen und verhindern soll, dass die Post in die roten Zahlen rutscht.

Experten schließen nicht aus, dass Neuseeland Vorreiter einer Entwicklung ist, der sich im Zeitalter der elektronischen Kommunikation noch etliche andere entwickelte Länder anschließen werden. In der südpazifischen Nation mit 4,5 Millionen Einwohnern ist das Briefaufkommen in den vergangenen zehn Jahren um ein Viertel zurückgegangen - und der Rückgang scheint sich weiter zu beschleunigen.
Drei Tage die Woche sollen Briefe in urbanen Regionen zugestellt werden. In ländlichen Gebieten, in denen noch mehr Briefe verschickt werden, soll der Dienst fünf Tage die Woche aufrechterhalten werden. Etwa zwölf Prozent der Briefkunden leben auf dem Land. Bislang stellt die neuseeländische Post sechs Tage die Woche zu.

Kommunikationsministerin Amy Adams sagte, das Briefaufkommen nehme weltweit ab. „In Neuseeland sind es acht Prozent jährlich.“ In anderen Ländern hat es auch schon Versuche gegeben, das damit verbundene Kostenproblem zu lösen. Die US-Post scheiterte am Widerstand ihrer Kunden mit dem Plan, die Samstagszustellung einzustellen. Großbritannien hat gerade seine 500 Jahre alte Royal Mail privatisiert und versprochen, die Briefzustellung sechs Tage die Woche werde es weiter geben.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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