Elizabeth II. wird 80
Feiern zum Queen-Geburtstag gehen weiter

Auch einen Tag nach dem eigentlichen Geburtstag der Queen gehen die Feierlichkeiten und Veranstaltungen in England weiter. Auf dem Programm stehen ein Gottesdienst und ein Festbankett für die Angehörigen sowie eine historische Autoschau für die Anhänger der Krone.

HB LONDON. Die Feierlichkeiten und Veranstaltungen zum 80. Geburtstag von Königin Elizabeth II. sind auch am Wochenende fortgesetzt worden. So konnten Besucher des Buckingham-Palastes in London 80 historische britische Autos bestaunen, die seit 1926 in jeweils einem der bisherigen Lebensjahre der Königin hergestellt wurden.

Samstagabend stand ein weiteres Festbankett zu Ehren der Queen auf dem Programm der schon vor Tagen begonnenen Geburtstagsfeiern. Für den Sonntag war ein Gedenkgottesdienst der königlichen Familie in der Kapelle St. George auf Schloss Windsor vorgesehen.

Nach der öffentlichen Begegnung der Queen mit mehr als 20 000 Anhängern am Freitag, ihrem eigentlichen Geburtstag, sowie einem Dinner im Familienkreis im Schloss der Kew-Gärten bei London wurden am Samstag auf Schloss Windsor weitere Familienmitglieder und Freunde der Königin zu einem Galadinner erwartet.

Dazu wurden nach Angaben des Senders BBC umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Die Polizei wolle unbedingt eine Störung der Party verhindern, wie es sie 2003 bei der privaten Feier zum 21. Geburtstag von Prinz William gegeben habe. Damals war ein Stand-Up-Komiker in das abgeriegelte Schloss bis in die Nähe der königlichen Familie vorgedrungen.

Die Queen hatte ihren 80. Geburtstag am Freitagabend mit einem großen Feuerwerk sowie einem anschließenden Kerzenlicht-Dinner im Kreis der Königlichen Familie ausklingen lassen. Zuvor hatten in Großbritannien sowie weltweit im Commonwealth Millionen von Menschen Elizabeth II. hoch leben lassen.

Prinz Charles, der älteste Sohn und Thronfolger der Königin, würdigte seine Mutter bei einer Ansprache in bewegenden Worten. Für fast 60 ihrer 80 Lebensjahre sei Elizabeth II. nun seine „Darling Mama“ gewesen, erklärte der 57-jährige Prinz.

Der Prinz ging indirekt darauf ein, dass er seit vielen Jahren als ein „König im Wartestand“ gesehen wird. „Es ist schwer, sich vorzustellen, dass mein Großvater, König Georg VI., im selben Alter war wie ich jetzt, als er starb, und dass meine Mutter ihm folgte, als sie in dem Alter war, in dem meine Söhne jetzt sind.“

Die Äußerung gab nach Ansicht von Hof-Beobachtern Spekulationen Nahrung, dass Prinz Charles eines Tages auf die Thronfolge verzichten und das Amt an seinen ältesten Sohn, Prinz William (23), weiterreichen könnte. Zuvor hatten Vertraute der Königin mehrfach erklärt, eine Abdankung komme für die Queen nicht in Frage.

In britischen Medien wurde die Rede von Charles als warmherzig und klug gewürdigt. Er habe allerdings versteckt auf seinen „Frust des langen Wartens auf die Übernahme des Throns hingewiesen“, hieß es in der „Times“. Meinungsumfragen würden zeigen, dass es eine überwältigende Zustimmung zu der Art gibt, in der die Königin ihre Pflichten als Staatsoberhaupt wahrnimmt. Zugleich würden viele Briten aber „nicht automatisch“ billigen, dass die Monarchie fortgesetzt wird, „und auch nicht, dass ihr Sohn ihr als König auf dem Thron folgt“.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%