Ende der Sommerzeit Stundengeschenk kann wie Jetlag enden

Am letzten Sonntag im Oktober endet die Sommerzeit. Uhren werden dann um eine Stunde zurückgestellt, Züge bleiben in Bahnhöfen stehen und manchen Menschen plagen darauf Müdigkeit, Konzentrationsschwäche oder allgemeines Unwohlsein.
Langschläfer kommen dann auf ihre Kosten: Um 3.00 Uhr werden am Sonntag die Uhren um eine Stunde auf 2.00 Uhr zurückgestellt. Foto: dpa

Langschläfer kommen dann auf ihre Kosten: Um 3.00 Uhr werden am Sonntag die Uhren um eine Stunde auf 2.00 Uhr zurückgestellt. Foto: dpa

HB FRANKFURT. Von 3 Uhr springen die Uhrzeiger am frühen Sonntagmorgen zurück auf 2 Uhr. Ganz automatisch funktioniert das vornehmlich nur bei Funkuhren, die den Impuls automatisch bekommen und keine weitere Handarbeit erfordern. In anderen Fällen kann man mit der Umstellung getrost bis zum folgenden Morgen warten. Schließlich dauert die Nacht im Idealfall eine Stunde länger als die vorhergehende.

Die Zeitumstellung geht an vielen Menschen aber nicht spurlos vorüber. „Jeder hat eine innere Uhr, die unterschiedlich schnell läuft. Und die wird durch die Umstellung durcheinander gebracht“, erklärt der Berliner Chronobiologe Achim Kramer. Die Umstellung könne sich bei manchen Menschen mit den klassischen Symptomen eines Jetlags äußern: Müdigkeit, Konzentrationsschwäche oder allgemeines Unwohlsein.

Frühaufsteher leiden womöglich mehr

Bei der Umstellung von Sommerzeit auf die Normalzeit (“Winterzeit“) haben nach seiner Ansicht Frühaufsteher unter Umständen mehr zu leiden als diejenigen, die den Tag grundsätzlich lieber später beginnen. „Denn für Frühaufsteher beginnt alles eine Stunde später“, betont Kramer. Dagegen könnten sich die Spätstarter, bei Chronobiologen „Eulen“ genannt, über eine längeren Zeit im Bett freuen. Die Frühaufsteher (“Lerchen“) werden dafür am Abend eher müde. „Diese Veranlagung ist genetisch bestimmt und kann nur schwer beeinflusst werden“, betont Kramer. Er geht davon aus, dass die „Eulen“ in der Gesellschaft in der Überzahl sind.

Die Umstellung der Uhren im Herbst empfänden die meisten Menschen daher als wesentlich angenehmer. „Wenn man weiß, dass man eine Stunde mehr zur Verfügung hat, freut man sich einfach“, sagt der Professor des Instituts für Medizinische Immunologie an der Berliner Charité. Da werde die Umstellung von vielen im Frühjahr als durchaus anstrengender empfunden.

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