Englische Studie: Schreiben am PC wegen des zeitlichen Drucks

Englische Studie
Die Handschrift - vom Aussterben bedroht?

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Schreiben am PC wegen des zeitlichen Drucks

Grundsätzlich sollten Kinder daher weiterhin lernen, mit der Hand zu schreiben, rät Hans Ploog. „Zudem prägen sich viele Lerninhalte viel besser ein, wenn man sie aufschreibt. Tippen am Computer allein reicht da nicht, weil im Lernprozess möglichst viele Sinne angesprochen werden sollten.“

Aktuelle Entwicklungen wie etwa in Hamburg sieht Ploog daher skeptisch: „Die Schulkinder dort bekommen eine Art Druckschrift beigebracht, das heißt, sie wissen nicht mehr, wie man Buchstaben verbindet.“ Dies führe zu einer „Verlangsamung des Schreibens“. „Und wer mit der Hand langsamer ist, wird später noch lieber am Computer schreiben“, erklärt Ploog.

Schnell und bequem muss es sein – Handgeschriebenes passt da immer seltener in den Zeitplan. Doch nicht nur wegen des zeitlichen Drucks bevorzugen viele Menschen das Schreiben am Computer: Laut „Docmail“-Studie können viele ihre eigene Handschrift gar nicht mehr lesen.

Mehr als die Hälfte aller Befragten gab an, dass sich ihre Schrift in den letzten Jahren deutlich verschlechtert habe. Laut Helmut Ploog ist das aber nur eine subjektive Einschätzung: „Es gibt andere Studien, aus denen klar hervorging, dass die Schrift nicht so schlimm war wie gefühlt.“ Immerhin.

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Tina Halberschmidt, Social-Media-Redakteurin
Tina Halberschmidt
Handelsblatt / Teamleiterin und Redakteurin Social Media

Kommentare zu " Englische Studie: Die Handschrift - vom Aussterben bedroht?"

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  • Daß die klassische Schreibschrift immer weniger Verwendung im Alltag findet, hat auch einen Grund in der Schrift selbst. Denn unsere von Abkürzungen und Zeichenkombinationen geprägte Umwelt läßt sich mit einer für die Abbildung des gesprochenen Worts intendierten Schrift nun mal nicht so gut verwenden wie selbst handgeschriebene Druckbuchstaben. Cut and Paste kleiner Zeichenketten anstelle einer Abschrift tun ihr übriges. Denn zum Abschreiben müßte man ja ein Gedächtnis bemühen...

    Dabei spielt der Zeitgewinn IMHO gar keine so große Rolle. Wer's nachvollziehen will, schreibe einfach mal spaßeshalber das Captcha unter dem Kommentarfeld erst mit Kuli auf ein Blatt Papier und danach genauso flüssig als Notiz mit dem Eingabestift ins eBook oder auf den Tablet. Mit großer Wahrscheinlichkeit gewinnt der Kuli das Rennen, weil die digitale Variante des Papiers viel zu träge reagiert.

    Seit ich als Supporter das erste Mal mit Kladde und Kuli einen ganzen Arbeitstag lang im Dauerlauf unter Anwendern verbracht habe, suche ich nach einer schnelleren Lösung als Stift und Papier. Bis dato vergeblich. Statt dessen hat sich mit den Jahren eine ganz andere Lösung der Zeitnot ergeben: Eine Art Piktogrammsatz , der kontextbezogen das Problem erfaßt und den Lösungsweg dokumentiert.

    Die geschriebene Schrift wird sich also vermutlich nur weiterentwickeln. Wie dereinst der Gänsekiel zur beweglichen Letter.

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