Englisches Original verkauft sich am Erscheinungstag millionenfach
"Harry Potter" lernt deutsch

Die englische Ausgabe des sechsten „Harry Potter“-Bandes "The Half-Blood Prince" bricht alle Verkaufsrekorde. Nachdem sie Buchhandlungen und das Internet schon erobert hat, kommen nun die deutschen Leser dran.

HB HAMBURG. Klaus Fritz macht sich an die Arbeit. Er übersetzt das Buch von Joanne K. Rowling ins Deutsche. Das muss zügig gehen, denn die deutsche Ausgabe soll zum 1. Oktober in die Läden kommen. Noch hat „Harry Potter and the Half-Blood Prince“ nicht mal einen deutschen Titel. Auch das ist Fritz' Aufgabe. Zuückgezogen widmet er sich seiner Arbeit.

Hunderttausende oder gar Millionen warten auf sein Werk. Einen Fehler darf sich Fritz da nicht erlauben. Dabei hat die Übersetzung ihre Tücken: Damit ein Buchstabenrätsel im zweiten Band aufgehen konnte, musste er zum Beispiel den Namen „Marvolo" in „Vorlost“ ändern, sagte Fritz in einem Interview mit der Zeitung „Die Welt“ vom Freitag. „Ich hoffe, daraus ergibt sich nicht irgendwann ein Problem.“

Knifflig ist auch die Übersetzung der Namen für magische Tiere, Pflanzen und Objekte: Hier werden Bedeutung und Laute vermischt, so dass aus den „Pensieves“ - Schalen, in denen Gedanken und Erinnerungen flüssig aufbewahrt werden - „Denkarien“ wurden. Wie er zu dieser Verbindung von „denken“ und „Aquarium“ gekommen sei, lasse sich schwer rekonstruieren. „Das geschieht nur zum Teil bewusst, manchmal muss man darüber schlafen“, sagte Fritz.

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