Entführtes Flugzeug
Co-Pilot wollte Asyl in der Schweiz

Weil er in der Schweiz Asyl wollte, hat ein äthiopischer Co-Pilot ein Flugzeug entführt. Er hatte die Kontrolle übernommen als der Pilot zur Toilette ging. Verletzt wurde niemand, der Mann ließ sich in Genf festnehmen.
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GenfDas am Morgen in Genf gelandete äthiopische Passagierflugzeug ist vom Kopiloten der Maschine dorthin entführt worden. Das bestätigten am Montag die Schweizer Behörden. Der mutmaßliche Täter sei nach der Landung aus einem Cockpitfenster der Maschine vom Typ Boeing 767 gestiegen und habe sich widerstandslos festnehmen lassen.

Der 31-Jährige habe offenbar eine kurze Abwesenheit des Chefpiloten genutzt, um sich im Cockpit zu verschanzen, sagte ein Sprecher der Genfer Polizei. Die Maschine sei von zwei Kampfflugzeugen der Luftwaffe aus Italien begleitet worden. Der Entführer gab an, er sei in seinem Land in Gefahr und wolle daher in der Schweiz Asyl beantragen.

Der Entführer ist bei der Landung in Genf festgenommen worden. „Die Situation ist unter Kontrolle“, sagte der Sprecher der Schweizer Polizei, Jean-Philippe Brandt, am Montag der Nachrichtenagentur AP. Keiner der Passagiere oder Mannschaftsmitglieder sei verletzt worden.

Das Flugzeug war auf dem Weg von der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba nach Rom, wie die Fluglinie Äthiopien Airlines mitteilte. Angestellte des Flughafens in Kairo sagten, der Pilot habe den Kontrollturm in Abu Simbel im Süden Ägyptens informiert, dass sein Flugzeug entführt worden sei.

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