Entwarnung in Oranienburg
Experten können Fliegerbomben sprengen und entschärfen

Erleichterung in Oranienburg: Zwar stieg über der Stadt eine schwarze Rauchwolke auf, Häuser gerieten jedoch nicht wie in München in Brand. Den Spezialisten gelang die kontrollierte Sprengung der Fliegerbombe.
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OranienburgGleich zwei Fliegerbomben sind in Oranienburg (Oberhavel) unschädlich gemacht worden. Am Donnerstagabend glückte auch die Sprengung einer 250-Kilogramm-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg, die am Bahnhof entdeckt worden war.

„Ich bin sehr erleichtert, dass die Maßnahmen nun abgeschlossen sind", sagte der Sprecher der Stadt, Björn Lüttmann, am Donnerstag nach der Explosion. Nach ersten Erkenntnissen habe es keine Gefährdung für die Bevölkerung gegeben. Zum jetzigen Zeitpunkt könne aber noch keine Aussage über mögliche Schäden gemacht werden, erklärte Lüttmann. Zumindest seien „Nebendetonationen" ausgeblieben.

Bei der Sprengung der Fliegerbombe stieg eine schwarze Rauchwolke hoch über dem Bahnhofsgelände auf. Der Sprengkörper hatte gezielt zur Explosion gebracht werden müssen, weil es sich bei ihm um einen sogenannten Teildetonierer handelte. Eine Entschärfung war nach Angaben der Stadt nicht möglich gewesen. Problematisch sei auch die Lage des zweiten Sprengkörpers gewesen. „In der Nähe des Bahnhofs werden noch mehrere Blindgänger vermutet", sagte die Vizebürgermeisterin Kerstin Kausche.

Die Sprengung des Blindgängers am Bahnhof war die zweite Maßnahme des Brandenburger Kampfmittelbeseitigungsdienstes an einem Tag. Bereits am Nachmittag war eine vergleichbare Bombe in einem südlichen Wohngebiet erfolgreich entschärft worden, allerdings mit einer Verzögerung von etwa zwei Stunden - unbefugte Personen hatten sich in das Sperrgebiet rund um die Kösener Straße begeben und den Zeitplan durcheinandergebracht.

Nach Angaben des Stadtsprechers hatten wohl mehrere Menschen in Autos die Absperrung durchbrochen. „Das war eine unglaubliche Leichtsinnigkeit", kritisierte Lüttmann. „Damit haben sie auch die Entschärfer in Gefahr gebracht." Ein Problem mit dem Sicherheitskonzept der Stadt sehe er aber zurzeit nicht.

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