Entwarnung
Sprengsatz-Fund in römischer U-Bahn sorgt für Aufregung

Aufregung in der italienischen Hauptstadt: Während eines Halts in Rebibbia am Stadtrand von Rom wurde ein verdächtiges Paket entdeckt. Es lag in einer Einkaufstasche unter einem Sitz eines Wagens. Nachdem die die Verkehrsbehörde Atac zunächst von einer scharfen Bombe gesprochen hatte, gab der Bürgermeister von Rom, Gianni Alemanno, inzwischen Entwarnung.
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HB ROM. Alemanno sagte, der Sprengsatz habe sich nach der Untersuchung durch Experten als harmlos erwiesen. Es habe sich herausgestellt, "dass das Päckchen nicht explodieren konnte“, sagte er nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa. Er sprach von einem „primitiven Apparat“, ohne diesen näher zu beschreiben. Ein Polizeisprecher sagte der Nachrichtenagentur Reuters, der entdeckte Behälter habe zwar Sprengstoff enthalten, hätte aber nicht explodieren können, da ein Zünder fehlte, sagte. In ersten Meldungen hatte die Verkehrsbehörde Atac noch davon gesprochen, Bombe sei scharf gewesen und hätte explodieren können. Alemanno nannte den Vorfall dennoch „besorgniserregend“.

Ein Mitarbeiter der Verkehrsgesellschaft hatte den vermeintlichen Sprengsatz am Vormittag in einem leeren Wagen auf einem Rangierbahnhof in der Nähe der Station Rebibbia am Stadtrand von Rom entdeckt, als er den Zug an der Endhaltestelle kontrollierte, teilte die Verkehrsbehörde Atac mit. Der Zug sei noch nicht im Einsatz gewesen und habe keine Fahrgäste an Bord gehabt. Die Nachrichtenagenturen Ansa und Apcom meldeten, das verdächtige Paket habe in einer Einkaufstasche unter einem Sitz eines Wagens der Linie B gelegen.

Nach Polizeiangaben sollen in einer Plastiktüte ein Stahlzylinder, ein möglicherweise entflammbares Pulver sowie Drähte gewesen sein. Nach Medienberichten wurde die Station in dem römischen Vorort kurzfristig abgeriegelt. Der U-Bahnverkehr wurde nach einer kurzen Unterbrechung wieder aufgenommen.

Nach Studentenprotesten gegen die Sparpläne der Regierung herrscht in Rom eine angespannte Atmosphäre. Die Demonstrationen in der vergangenen Woche eskalierten zu den schwersten Ausschreitungen in der Hauptstadt seit Jahren.

Der Bombenalarm sorgte in Rom für zusätzliche Spannungen, da die Polizei dort vor den für Mittwoch erwarteten Demonstrationen gegen die Studienreform bereits die Sicherheitsmaßnahmen verschärft hat. Das von Regierungschef Silvio Berlusconi auf den Weg gebrachte Gesetz soll am Mittwoch vom Senat abgesegnet werden, um anschließend in Kraft zu treten.

Rebibbia an der antiken Via Tiburtina gilt als reines Wohnviertel. In dem Viertel befindet sich zudem eines der größeren Gefängnisse Italiens, in dem unter anderem der Papst-Attentäter Mehmet Ali Agca seine Strafe nach dem Angriff auf Papst Johannes Paul II. 1983 abgesessen hatte.

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  • Folgendes Telefon-Gespräch wurde durch Zufall aufgeschnappt: "Hallo Angie. Wasse kann i macke umme vonne meine Skandalos unde Unfehigkeite abbe zu lenke? Hallo Silvilein. Ja ditte is doch janz enfach. Machet wie icke. Lass dein' innenminista eene Terror-bomben-Anschlag-Watt-Weeß-ick-Denn-Erfindung an de Presse rausjeben, wah. bei uns in Deutschland drucken die allet watt wa den direkt aus balin uftischen, wah. Dann bringste ditt janze noch mit den bekloppten Studenten in Vabindung und schon biste den janzen Hass von dein' Volk los, wah. Wir machen ditt och imma so. Een bisschen watt erfinden und 'n paa Tatsachen vadrehen und schon is ditt bekloppte Volk ruhich jestellt,wah. Danke Angie, biste Schatze. Kanne doche so einfache sein, dasse Volke so zu verarsche. isse sone schene Welte alse Politiker. Kannste immer lüge, bleibste trotzedeme ande Machte."

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