Entwicklung in Fukushima Regierung hinterfragt Tepcos Krisenplan

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In Siedewasserreaktoren wie in Fukushima wird Wasser zur Kühlung und zur Abschirmung vor Strahlung verwendet. Nach dem Erdbeben vom 11. März fielen jedoch die Kühlsysteme aus, so dass sich Reaktoren und verbrauchte Brennstäbe erhitzten und Strahlung in die Umwelt freigesetzt wurde. Mit der Entdeckung des neuen Lecks könnten sich die Arbeiten zur Stabilisierung der Lage in Fukushima verzögern. Durch austretendes radioaktives Wasser besteht Gefahr für den nahen Pazifik und das Grundwasser. Wegen der hohen Strahlung sei es für Arbeiter schwierig, die Anlage zu überprüfen, erklärte Tepco.

Die japanische Regierung hatte noch am Freitag dem Betreiber der Atomruine in Fukushima finanzielle Hilfe bei der Bewältigung der horrenden Entschädigungszahlungen für die Opfer der Atomkatastrophe zugesichert. Zu diesem Zweck soll eine staatliche Finanzierungsgesellschaft gegründet werden, wie die Regierung am Freitag beschloss. Der Betreiber Tepco wird wegen der Katastrophe in diesem Geschäftsjahr voraussichtlich eine Billion Yen (8,7 Milliarden Euro) abschreiben. Die gleiche Summe benötigt Tepco, um Gas, Öl und Kohle für konventionelle Kraftwerke einzukaufen.

Diese sollen die in Fukushima ausgefallenen Kapazitäten ersetzen. Im Gegenzug für die Staatshilfe akzeptierte Tepco die Bedingung der Regierung, harte Sparmaßnahmen zu ergreifen. Zudem soll ein unabhängiger Ausschuss das Finanzgebaren des Konzerns überprüfen. Weder die Regierung noch Tepco haben bisher Schätzungen über die Höhe der erwarteten Kosten abgegeben. Medien beziffern die Höhe der Kosten auf bis zu über zehn Billionen Yen (87 Milliarden Euro). Die Regierung will daher Tepco helfen, nicht unter dieser Last zusammenzubrechen.

 

  • dpa
  • rtr
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