Entwicklungen der Lungenkrankheit
Mehr als 5 000 SARS-Erkrankungen in China

An der lebensgefährlichen Lungenkrankheit SARS sind in China bereits mehr als 5 000 Menschen erkrankt. Die Zahl der Toten stieg am Montag um 12 auf 252, wie das Gesundheitsministerium in Peking berichtete. Um den Behörden im unterentwickelten ländlichen Raum zu helfen, schickte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Experten in Dörfer mit Wanderarbeitern nahe Peking sowie eine Arbeitsgruppe nach Südchina in die Autonome Region Guangxi.

HB/dpa/vwd DÜSSELDORF/PEKING/MANILA. Ministerpräsident Wen Jiabao nannte die Situation „sehr ernst“. Bei einer Inspektionstour in der betroffenen Provinz Shanxi mahnte der Regierungschef, dass alle Patienten mit dem Schweren Akuten Atemwegssyndrom (SARS) auf dem Lande kostenlos behandelt werden müssten. Dem Kampf gegen die weitere Verbreitung von SARS im ländlichen Raum müsse Vorrang eingeräumt werden. Sorglosigkeit könne „zu großen Verlusten“ führen, warnte der Regierungschef nach Angaben der amtlichen Medien.

Mit 75 neu berichteten Erkrankungen stieg die Zahl der Fälle landesweit (ohne Hongkong) auf 5 013. Allein in Peking wurden 48 neue Patienten und damit insgesamt 2 304 Fälle registriert. Die Zahl der Toten stieg in Peking um 9 auf 129. In der Provinz Hebei um Peking herum, wo die WHO-Experten ein Dorf unter Quarantäne inspizierten, nahm die Zahl um 11 auf 177 zu.

Die WHO ist nach den Worten eines Sprechers dagegen sehr zufrieden mit dem Rückgang der SARS-Neuerkrankungen in Hongkong. Dass diese in der vergangenen Woche nur noch im einstelligen Bereich gelegen hätten, sei sehr gut, sagte Jean-Marc Olive Dow Jones Newswires am Montag. Bei einer möglichen Aufhebung der Reisewarnung müsse die WHO allerdings auch die große Nähe Hongkongs zum chinesischen Festland und zu Taiwan berücksichtigen, fügte er hinzu.

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