Erdbeben
Die Menschen auf Java leiden

Vor drei Tagen bebte auf der indonesischen Insel Java die Erde. Die Zahl der Opfer steigt seitdem unaufhaltsam. Immerhin läuft nun die Hilfe an. Die Überlebenden sind dringend darauf angewiesen.

HB YOGYAKARTA. Nach Angaben des indonesischen Sozialministeriums vom Dienstag kamen bei dem Erdstoß der Stärke 6,2 mindestens 5 427 Menschen ums Leben. Zehntausende sind obdachlos und verletzt. Am Dienstagmorgen landeten auf dem Flughafen von Yogyakarta weitere Maschinen mit dringend benötigten Hilfsgütern wie etwa Zelten und Nahrungsmitteln.

Die Menschen in der Erdbebenregion hatten zuvor die dritte Nacht in Folge trotz Regens unter freiem Himmel verbracht, weil sie ihre Häuser verloren oder Angst vor neuen Erdstößen haben.

Das Beben vom Samstag hatte rund 35 000 Häuser in Yogyakarta und Umgebung zerstört. Etwa 15 000 Menschen wurden verletzt. Nach Schätzungen des Roten Kreuzes wurden bis zu 200 000 Menschen obdachlos. Rund 30 Länder sagten nach der Katastrophe Hilfe zu.

In entlegeneren Gegenden des Erdbebengebietes hatten Überlebende am Montag geklagt, Hilfe erreiche sie nur schleppend. Die Behörden räumten mit Blick auf das Ausmaß der Schäden und die Zahl der Betroffenen ein, zunächst noch Mühe mit der Verteilung von Hilfsgütern zu haben, da es an Lastwagen und Personal fehlte. Die Kliniken in der Region sind angesichts tausende Verletzter überlastet. Inzwischen sind jedoch zahlreiche internationale und indonesische Hilfsorganisationen im Katastrophengebiet vertreten.

Die indonesische Regierung hatte das Erdbebengebiet für mindestens drei Monate zum Notstandsgebiet erklärt. Jakarta werde voraussichtlich umgerechnet 100 Mill. Euro für die Nothilfe und den Wiederaufbau zur Verfügung stellen, hieß es.

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