Erdbeben in der Türkei
Zahl der Todesopfer steigt auf 279

Die Türkei ist in Trauer um die Erdbebenopfer: 279 Menschen sollen ums Leben gekommen sein, etwa 1.300 sind verletzt. In den Trümmern wird noch immer nach Verletzten gesucht - und tatsächlich gibt es immer wieder Wunder.
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ErcisTürkische Familien in der von einem Erdbeben der Stärke 7,2 erschütterten Region im Osten des Landes haben am Montag ihre Toten betrauert und nur wenige konnten sich über die Bergung von Angehörigen freuen. Die Zahl der Toten stieg nach amtlichen Angaben bis Montag auf 279. Zahlreiche Menschen waren aber offenbar noch immer unter den Trümmern der am Sonntag eingestürzten Häuser begraben. Der stellvertretende Ministerpräsident Bülent Arinc sagte über 1.300 Menschen seien verletzt worden.

Während die Rettungskräfte noch immer nach Überlebenden suchten, wurden Dutzende Tote in Leichensäcken in Reihen ausgelegt, damit Angehörige sie identifizieren konnten. Einige der Toten waren nur mit Decken bedeckt. Trauernde Familien versammelten sich vor der Moschee von Ercis.

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan besuchte die Region am späten Sonntag und stellte fest, dass fast alle Lehmziegelbauten in den umliegenden Dörfern der Region dem Beben zum Opfer gefallen seien. Die Ausläufer des Bebens waren auch im Iran und Armenien zu spüren.

Vier der am Montag geretteten Personen konnten ausgegraben werden, nachdem es einem Eingeschlossenen gelungen war, per Mobiltelefon einen Notruf abzusetzen. Der am Bein verletzte Mann konnte den Rettern beschreiben, wo er lag. Aus den Überresten desselben Hauses in der Stadt Ercis wurden 20 Stunden nach den Erschütterungen zwei Kinder und ein weiterer Erwachsener geborgen.

Eine 21-Jährige wurde ebenfalls am Montag gerettet, nachdem sie 27 Stunden unter Trümmern eingeschlossen war. Ihr Vater berichtete, die Familie habe zum Zeitpunkt der Erschütterungen gerade mit zwölf weiteren Verwandten beim Essen gesessen. Vier von ihnen konnten lebend geborgen werden.

Ein 20-jähriger Mann konnte ebenfalls am Montag aus den Resten eines eingestürzten Internetcafés befreit werden. Acht Stunden brauchten die Retter, um ihn zu bergen.

Während über 200 Nachbeben die Katastrophenregion erschütterten, suchten Rettungsmannschaften nach Opfern. Kräne und andere schwere Maschinen hoben schwere Betonplatten an, damit Anwohner darunter mit Schaufeln nach Überlebenden suchen konnten. Allerdings ist unklar, wie lange noch Hoffnung besteht, Überlebende zu finden. Arnic sagte, die Rettungsarbeiten würden möglicherweise bereits am Dienstag eingestellt.

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