Erdbeben in Iran
Spekulationen über Opferzahl

Ein Erdbeben hat am frühen Mittwochmorgen den Süden Irans erschüttert. Danach fiel der Strom aus, auch Telefonleitungen wurden unterbrochen. Über die Zahl der Opfer herrschte auch Stunden später noch große Unsicherheit.
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HB TEHERAN. Während die staatliche Nachrichtenagentur Irna von 700 Verletzten berichtete, sprachen die örtlichen Behörden am Mittag nur von einigen Dutzenden. Tote gab es den Berichten zufolge nicht. Am stärksten waren die Zerstörungen in der Hafenstadt Bandar Abbas und auf der Insel Keschm.

Ein Sprecher der Lokalregierung sagte der Nachrichtenagentur Isna, etwa 200 Einwohner seien vorbeugend in ein Krankenhaus gebracht worden, die meisten hätten die Klinik jedoch umgehend wieder verlassen. Nur 44 Menschen mussten demnach stationär behandelt werden.

Der Gouverneur von Bandar Abbas, Ahmad Rasti, sagte dem iranischen Fernsehsender Press TV, das Beben habe die Region am Persischen Golf um 2.56 Uhr Ortszeit erschüttert. Danach fiel der Strom aus, auch Telefonleitungen wurden unterbrochen. Nähere Informationen etwa zur Höhe der Schäden waren zunächst nicht bekannt.

Das Beben am Mittwochmorgen hatte nach Angaben des geologischen Dienstes der USA eine Stärke von 4,8, örtliche Medien berichteten von 4,9. Iran liegt auf mehreren Bruchlinien der Erdkruste und wird regelmäßig von Erdbeben erschüttert. Das schlimmste war im Dezember 2003, als rund 31 000 Menschen starben.

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