Erdbeben in Japan
Chronik einer verheerenden Katastrophe

Das Erdbeben in Japan stürzt das Land in Chaos und Verwüstung. Beben, Tsunami, drohender Super-GAU - fast stündlich gibt es neue Hiobsbotschaften. Ein Überblick über die Geschehnisse seit Freitag.
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Seit dem Erdbeben am Freitag halten die Ereignisse in Japan die Welt in Atem. Die Betroffenheit über das Ausmaß der Naturkatastrophe verbindet sich mit der Angst vor einem zweiten Tschernobyl. Die Informationspolitik der Behörden zum Atomstörfall erschwert die genaue Rekonstruktion der Ereignisse. Was bisher geschah:

Freitag, 11. März

14.45 Uhr Ortszeit (06:45 Uhr MEZ): Japan wird vom schwersten Erdbeben seiner Geschichte erschüttert. Seismologen messen eine Stärke von 8,9 - dies wird später auf 9,0 korrigiert. Das Epizentrum liegt 130 Kilometer östlich der Stadt Sendai und knapp 400 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Tokio.

16.00 Uhr (08.00 Uhr): Eine bis zu zehn Meter hohe Flutwelle trifft auf die Ostküste der japanischen Hauptinsel Honshu. Der Tsunami reißt Schiffe, Häuser, Autos und Menschen mit.

17.00 Uhr (09.00 Uhr): Der japanische Ministerpräsident Naoto Kan erklärt, die Lage in den Atomkraftwerken sei normal. Die Anlagen seien automatisch heruntergefahren worden.

18.30 Uhr (10.30 Uhr): Japanische Medien melden, dass in einem Reaktor des Atomkraftwerks Fukushima Eins (Daiichi) die Kühlung ausgefallen und dass im Atomkraftwerk Onagawa ein Feuer ausgebrochen ist.

20.30 Uhr (12.30 Uhr): Die Regierung ruft den atomaren Notfall aus und bezeichnet dies als Vorsichtsmaßnahme.

21.45 Uhr (13.45 Uhr): Rund 2000 Bewohner in der Umgebung des Atomkraftwerks Fukushima werden zum Verlassen ihrer Häuser aufgefordert.

22.00 Uhr (14.00 Uhr): Das Feuer im Atomkraftwerk Onagawa ist nach einer Mitteilung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) gelöscht. Die Evakuierungszone um das Atomkraftwerk Fukushima wird von zwei auf drei Kilometer ausgedehnt.

23.40 Uhr (15.40 Uhr): Das Notkühlsystem im Atomkraftwerk Fukushima Eins läuft nach Informationen aus Japan nur noch im Batteriebetrieb, wie die Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) in Köln mitteilt.

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