Erdbeben in Nepal Alle Bergsteiger vom Mount Everest gerettet

Nach dem gewaltigen Himalaya-Erdbeben am Samstag hatte eine Lawine auch Teile des Everest-Basislagers zerstört. Insgesamt saßen 180 Bergsteiger fest, weil die Abstiegsroute zerstört wurde. Nun wurden sie gerettet.
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Frustration über Regierung Nepals wächst

KathmanduNach den Erdbeben-Lawinen am Mount Everest sind alle Abenteurer gerettet worden. Sie seien per Helikopter von den Höhencamps 1 und 2 ins Basislager gebracht worden, sagte Ang Tshering Sherpa vom Nepalesischen Bergsteigerverband am Dienstag. Insgesamt hätten 180 Bergsteiger festgesessen, weil die Abstiegsroute von Lawinen zerstört wurde. Die örtliche Polizei sprach zuvor von 205 Geretteten.

Nach dem gewaltigen Himalaya-Erdbeben am Samstag hatte eine Lawine auch Teile des Everest-Basislagers zerstört. Sherpa sagte, dabei seien 18 Menschen gestorben. Der örtliche Polizeisprecher sprach von 17 Toten. Ein Sprecher der Tourismusbehörde gab die Zahl mit mindestens 20 an. Das indische Militär, das bei der Rettungsaktion mithalf, sprach von 22 Toten.

Tausende Tote im Himalaya
Trümmer in Kathmandu
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Mehr als 90 Sekunden lang bebt die Erde im Himalaya. Das Beben habe die Stärke 7,3 gehabt, meldete das Deutsche Geoforschungszentrums in Potsdam. Die US-Erdbebenwarte sprach sogar von der Stärke 7,9. Das Zentrum lag demnach etwa 80 Kilometer Luftlinie westlich der Hauptstadt Kathmandu, in nur 15 Kilometern Tiefe.

Helfer in den Trümmern
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In der Altstadt von Kathmandu sei der Verkehr zum Erliegen gekommen, weil zahlreiche Straßen aufbrachen, berichtete Autor Kashish Das Shrestha von vor Ort. Verletzte würden in Krankenhäuser gebracht. Zahlreiche Nachbeben verunsichern die Menschen.

Durbar-Platz in Kathmandu
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Der kulturell wichtige Durbar-Platz im Zentrum Kathmandus – ein Unesco-Weltkulturerbe – sei nicht mehr wiederzuerkennen, sagte Shrestha. Er twitterte Bilder, auf denen nur noch Holzhaufen zu sehen sind, wo einst historische Gebäude standen. Der neunstöckige Dharahara-Turm sei in sich zusammengestürzt

Zerstörung in Kathmandu
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Von dem Turm sei nur Schutt übrig geblieben, in dem Berichten zufolge Menschen gefangen sein sollen. Die Altstadt von Kathmandu besteht aus einem Gewirr von Gassen, an deren Seiten Häuser stehen, die von schlechter Bauqualität sind.

Glück gehabt
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Helfer tragen einen staubbedeckten Mann aus den Trümmern: Viele andere Nepalesen hatten nicht soviel Glück. Mindestens 876 Menschen sollen bei dem Beben umgekommen sein.

Auf dem Land
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Das Epizentrum des Bebens lag 80 Kilometer nordwestlich von Kathmandu in einer Tiefe von elf Kilometern, wie Nepals Informationsminister Minendra Rijal dem indischen Sender NDTV sagte. Das Tal von Kathmandu ist dicht besiedelt, fast 2,5 Millionen Menschen leben hier.

Patienten außerhalb der Krankenhäuser
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Ein verletztes Kind wartet auf medizinische Hilfe: Auf einem Parkplatz eines Krankenhauses in Kathmandu versammelten sich Dutzende Menschen. Für die Patienten waren Matratzen ausgelegt worden.

Zum Zeitpunkt des Unglücks hielten sich etwa 1000 Menschen im Basislager auf. Der bekannte US-Bergsteiger Alan Arnette schrieb aus dem Basislager, fast alle Teams um ihn herum hätten das Camp verlassen oder bereiteten sich darauf vor. Sie würden in dieser Saison den Everest nicht mehr von der Südseite aus besteigen. „Einige kleine Teams werden in ein paar Tagen entscheiden“, schreibt er in seinem Blog.

  • dpa
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