Erdbeben in Neuseeland
Regierungschef besucht betroffene Region

In Neuseeland wird immer deutlicher, welch große Schäden die schweren Erdbeben am Wochenende angerichtet haben. Premierminister John Key hat sich vor Ort selbst ein Bild gemacht und spricht von „völliger Zerstörung“.

WellingtonNach dem starken Erdbeben in Neuseeland lassen sich in der betroffenen Region erste Schäden abschätzen. Riesige Geröllmassen blockierten im Nordosten der neuseeländischen Südinsel Verkehrswege, tiefe Risse zogen sich durch Straßen und Bahngleise. In dem Ort Kaikoura saßen 1000 Touristen fest. Mehrere starke Nachbeben ließen die Region am Montag abermals erzittern.

Das Erdbeben der Stärke 7,8 hatte die Südinsel um kurz nach Mitternacht heimgesucht. Es kam zu Tsunamis mit einer Höhe von knapp zwei Metern. Bislang wurde der Tod von zwei Menschen bestätigt. Auch in der Hauptstadt Wellington im Süden der Nordinsel wurden Schäden angerichtet.

Neuseelands Regierungschef John Key überflog Kaikoura am Montagnachmittag (Ortszeit) per Helikopter, um sich ein Bild von der Zerstörung zu machen. „Das ist einfach völlige Zerstörung“, sagte er. Der Wiederaufbau werde Monate dauern.

Bei Treffen mit Einheimischen in dem Touristenort sagte er später, dass die Aufräumarbeiten Milliarden Dollar kosten könnten. Das neuseeländische Ministerium für Zivilschutz und Notfallmanagement teilte mit, dass ein Marineschiff auf dem Weg sei, um Menschen in Sicherheit zu bringen. Einsatzkräfte sollten am Dienstag Essen, Wasser und andere Güter nach Kaikoura bringen.

Kaikoura ist bei Neuseeland-Touristen vor allem wegen seinen Möglichkeiten zur Walbeobachtung beliebt. Der Ort mit seinen gut 2000 Einwohnern liegt rund 180 Kilometer nordöstlich von Christchurch, dessen Stadtkern bei einem Beben 2011 weitgehend zerstört worden war. 185 Menschen kamen damals ums Leben.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur
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