Erdbeben
Indonesien hebt Tsunami-Warnung auf

Indonesische Behörden haben die Tsunami-Warnung nach zwei schweren Erdbeben wieder aufgehoben. Zuvor hatten zwei Beben der Stärke 7,7 und 6,0 das Gebiet Gorontalo der Insel Sulawesi erschüttert.

HB JAKARTA. Erst am vergangenen Dienstag war fast vier Jahre nach der Tsunami-Katastrophe ein deutsch-indonesisches Frühwarnsystem vor von Erdbeben ausgelösten Riesenflutwellen in Betrieb genommen worden. Nun senden Bojen, Seismometer und Sensoren an der Oberfläche sowie auf dem Grund des Ozeans Daten in ein Lagezentrum in Jakarta, von wo aus binnen Minuten Alarm gegeben werden kann. So soll mehr Zeit für Evakuierungen bleiben.

Von dem Erdbeben wurde der Osten Indonesiens getroffen. Die US-Erdbebenwarte in Golden teilte mit, das Epizentrum habe 135 Kilometer vor der Küstenstadt Gorantalo auf Sulawesi 21 Kilometer unter dem Meeresspiegel gelegen. Das Pazifische Tsunami-Zentrum hatte zunächst erklärt, das Beben habe das Potenziale einen gefährliche Flutwelle in der Region auszulösen.

Über Schäden und mögliche Opfer des Erdbebens war zunächst nichts bekannt. An Weihnachten 2004 riss eine gewaltige Flutwelle nach einem Seebeben im Indischen Ozean rund 230 000 Menschen in den Tod. Die meisten Opfer waren in Indonesien zu beklagen. Im vergangenen Jahr kamen bei einem Tsunami auf der indonesischen Insel Java fast 5 000 Menschen ums Leben.

Indonesien liegt im sogenannten pazifischen Feuerring, der seinen Namen wegen der zahlreichen Vulkane und regelmäßigen Erdbeben in der Region trägt.

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