Erdbeben
„Komplizierte Notfallsituation“ im Iran

Den Iran hat ein Erdbeben der Stärke 7,8 erschüttert. Laut Medien- und Militärberichten könnten bis zu 80 Menschen ums Leben gekommen sein. Die Geographie macht es schwer, den Opfern zu helfen.
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Teheran/Washington/QuettaDer Iran ist am Dienstag von einem Erdbeben der Stärke 7,8 erschüttert worden. Dies berichtete die US-Erdbebenwarte USGS. Das Epizentrum habe in der Nähe der Grenze zu Pakistan, rund 90 Kilometer von der Stadt Khash entfernt, in einer Tiefe von etwa 120 Kilometern gelegen.

Nach Angaben iranischer Seismologen hatte das Beben eine Stärke von 7,5. Die Behörden vor Ort fürchten, dass es hunderte Tote gegeben hat. Es sei mit einer Opferzahl in dieser Größenordnung zu rechnen, sagten Vertreter der iranischen Behörden am Dienstag.

Auf pakistanischer Seite seien mindestens 34 Menschen ums Leben gekommen und 80 verletzt worden, sagte ein Militärvertreter am Dienstag. Unklar war indes die Opferzahl auf iranischer Seite. Das Staatsfernsehen berichtete von mindestens 40 Toten, verschiedene Medien zwischenzeitlich von bis zu 46 Toten. Später verschwanden die Zahlen aber wieder von den Webseiten. Die Nachrichtenagentur Irna meldete mindestens 27 Verletzte.

Nach Angaben des pakistanischen Staatsfernsehens stürzten allein in dem Grenzort Mashkail mehr als tausend Lehmhäuser in sich zusammen. In Baluchistan leben ebenso wie in der benachbarten iranischen Beben-Provinz nur wenige Menschen.

Der iranische Rote Halbmond sprach von einer „komplizierten Notfallsituation“, da in der Region viele Dörfer über einsame Hügelketten und Täler hinweg verteilt lägen. Ein Einwohner im Erdbebengebiet berichtete von einer langandauernden Erschütterung. Diese habe sich ereignet, als „viele Leute gerade daheim waren, um einen Mittagsschlaf zu machen“, sagte Manuchehr Karimi am Telefon der Nachrichtenagentur AP.

Auch am Golf in Dubai und Bahrain sowie in der weit entfernten indischen Hauptstadt Neu-Delhi waren die Erschütterungen zu spüren. Auch dort schwankten Hochhäuser, Behörden ordneten zeitweilig Evakuierungen der Wolkenkratzer an.

Der britische Außenminister William Hague kondolierte per Twitter den Angehörigen der Opfer des Bebens. Erst in der vergangenen Woche hatte ein Erdbeben der Stärke 6,1 an der iranischen Golfküste nahe der Stadt Buschehr mindestens 37 Menschen getötet. Gleichzeitig lösten die Erdstöße dort große Sorgen um die Sicherheit von Irans nahe gelegenem Atomreaktor aus. 2003 hatte ein verheerendes Beben der Stärke 6,6 im Südosten des Irans rund 26 000 Menschen in den Tod gerissen und einen Großteil der als Weltkulturerbe geschützten Stadt Bam zerstört.

Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat dem Iran Hilfe bei der Bewältigung des schweren Erdbebens angeboten. Deutschland sei bereit, Iran humanitäre Hilfe zu leisten, erklärte er am Dienstag. Den Angehörigen und Freunden der Opfer sprach er sein Beileid aus. „Die Nachrichten über zahlreiche Todesopfer nach dem schweren Erdbeben in Iran erfüllen uns mit großer Trauer", sagte Westerwelle.

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  • @ OR

    Ein lustiges Wortspiel, nicht ganz ohne Sinn.

    Die Zensur hat jedoch in der Vergangenheit stets versagt. Selbst die mächtige Kirche hat es nicht geschafft, das Bild in dem die Sonne um die Erde kreist, aufrecht zu erhalten.

    Zensur ist etwas für Menschen die im Grunde einen Glauben benötigen für ihr Weltbild, die der Analytik
    als Grundlage ihrer Entscheidungen zumindest teilweise den Rücken gekehrt haben.

  • Weiß ich nicht, pro-D. Erzählen sie mal, wie das so ist.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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