Erdbeben vorausgegangen
Mehr als 600 Tote nach Tsunami auf Java

Die Tsunami-Katastrophe auf der indonesischen Insel Java hat wahrscheinlich deutlich mehr als 600 Menschen das Leben gekostet.

dpa JAKARTA. Zwar korrigierten die Behörden die Zahl der gefundenen Leichen am Sonntag von 663 auf 596 nach unten. 73 Menschen galten sechs Tage nach dem Unglück jedoch weiter als vermisst, wie ein Sprecher des Katastrophenschutzes mitteilte. Am Samstag war noch von knapp 290 Vermissten die Rede gewesen. Wie es zu der Korrektur der Zahlen kam, konnte der Sprecher nicht erklären.

Durch das Erdbeben der Stärke 7,7 und eine mehrere Meter hohe Flutwelle waren am Montag vergangener Woche an der Südwestküste Javas überdies rund 980 Menschen verletzt worden, mehr als 74 000 verloren ihr Zuhause. Die riesigen Wellen waren auf einen fast 200 Kilometer langen Küstenstreifen geprallt. Besonders schwer getroffen wurde das Touristenzentrum Pangandaran.

Nach den Worten des Katastrophenschutzsprechers sollen die Aufräumarbeiten weiter beschleunigt werden, damit die Menschen in der Region bald wieder zu einem normalen Leben zurückfinden. In Pangandaran hätten bereits wieder eine Reihe von Geschäften geöffnet, was die Versorgung der Bevölkerung deutlich erleichtere.

Die Katastrophe hatte sich weniger als einen Monat nach dem verheerenden Erdbeben in Zentral-Java ereignet, bei dem nahezu 6 000 Menschen ums Leben gekommen waren. Vor 18 Monaten hatte Ende 2004 der große Tsunami in der indonesischen Provinz Aceh im Norden der benachbarten Insel Sumatra etwa 177 000 Menschen getötet.

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