Erdbebensicher und taifuntauglich
Ein Bayer liefert die Fassade für das höchste Haus

Kaum zu glauben, aber wahr: In dem höchsten Wolkenkratzer der Welt, dem „Taipei 101“ in Taiwan, steckt jede Menge Know-how „Made in Germany“.

HB DÜSSELDORF. Dass Turner International, der US-Arm des Essener Hochtief-Konzerns, als einer der größten Baukonzerne der Welt die Rolle des Projekt-Managers beim Turmbau übernommen hat, verwundert dabei noch wenig. Zählt Turner doch zu den Konzernen mit der größten Expertise im Bau von Hochhaustürmen. Dass aber ein eher kleines bayerisches Unternehmen den 101 Stockwerke hohen Wolkenkratzer mit der Fassade einkleidet, überrascht.

Am Mittwoch hat die mittelständische Josef Gartner GmbH aus Gundelfingen jedenfalls die äußeren Fassadenarbeiten an dem Taiwan-Turm abgeschlossen. Insgesamt fertigte Gartner 120 000 Quadratmeter Fassadenelemente aus Aluminium, Stahl und Glas, was der Fläche von 20 Fußballfeldern entspricht. Ein besonderer Moment für Gartner-Geschäftsführer Klaus Lother: „Die Fassade gibt dem höchsten Gebäude der Welt, das architektonisch einem Bambus ähnelt, ein markantes Gesicht“, meint er. Aber vor allem schütze sie die Bewohner und Nutzer des Hauses vor Taifunen und Erdbeben und biete imposante Ausblicke.

Lother scheint auch erleichtert: Mit einem 2 200 PS starken Flugzeugmotor hatte Gartner die Fassade in Gundelfingen auf Tarifuntauglichkeit getestet.

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