Erderwärmung
Wärmster Winter weltweit

Der vergangene Winter war nach Erkenntnissen von US-Forschern weltweit der wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen 1880. Die Temperatur habe von Dezember bis Februar 0,72 Grad Celsius über dem Mittelwert für das 20. Jahrhundert gelegen, teilte die Nationale Behörde für Ozeane und Atmosphäre (NOAA) mit. Den Angabe zufolge steigt die Temperatur bereits seit langem.

HB WASHINGTON. Auf der nördlichen Erdhalbkugel habe der Wert mit 0,91 Grad besonders weit über dem Durchschnitt gelegen, so die NOAA am Donnerstag. Auf der Südhalbkugel stieg die Temperatur weniger stark, lag aber mit 0,49 Grad ebenfalls deutlich über dem Mittelwert. Laut NOAA stieg die weltweite Temperatur seit 1906 im Durchschnitt pro Jahrzehnt um 0,06 Grad an.

Der bisherigen Rekordtemperaturen waren im Winter 2003/2004 gemessen worden. Zum neuen Rekord habe diesmal vor allem der warme Januar beigetragen, heißt es auf der Internet-Seite der NOAA. Allerdings lag auch der Februar deutlich über dem Schnitt, besonders in Mittel- und Südeuropa, Südamerika und dem südlichen Teil der Vereinigten Staaten. In Skandinavien, Russland und dem nördlichen Teil der USA wurden dagegen kältere Temperaturen gemessen.

Zum Teil machen die Wissenschaftler das El-Niño-Wetterphänomen, das die Meeresoberfläche im östlichen Pazifik aufgewärmt habe, für den ungewöhnlich milden Winter verantwortlich. Allerdings sei die Entwicklung plötzlich abgebrochen. Im Februar sei das Wasser im Pazifik plötzlich um 0,3 Grad kälter geworden und habe damit nahe an der Durchschnittstemperatur gelegen, schreibt die NOAA auf ihrer Internetseite. Die Oberflächentemperatur aller Ozeane im Winter sei daher nur die zweitwärmste im Beobachtungszeitraum gewesen. Über den Landmassen sei es aber wärmer als jemals zuvor seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1880 gewesen.

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