Erdrutsch
Touristen saßen in Peru fest

Ein Erdrutsch nach starken Regenfällen hatte rund 1500 Touristen, die die Ruinen der Inka-Stadt Machu Picchu besucht haben, den Rückweg versperrt. Die historische Stätte liegt schwer zugänglich in den peruanischen Anden. Nach mehreren Stunden Bangen konnten die Besucher befreit werden.

HB LIMA. Eine Eis- und Gerölllawine hat die weltbekannte Inka-Festung Machu Picchu in Peru für mehrere Stunden von der Außenwelt abgeschnitten. Fast 1500 Touristen, darunter auch viele Ausländer, saßen zunächst fest, da die einzige Bahnverbindung zu der nächsten größeren Stadt Cusco verschüttet war. Die Menschen hätten später jedoch mit Hilfe von Bussen um das zerstörte Gleisstück herum gefahren werden können und seien inzwischen alle wieder in Cusco eingetroffen, berichtete die Zeitung „El Comercio“ am Freitag unter Berufung auf die Behörden.

Es werde einige Tage dauern, den am Donnerstag auf mehreren hundert Metern Länge durch Geröll zerstörten Schienenweg zu reparieren. Insgesamt 1750 Urlauber, die Machu Picchu besuchen wollten, hätten am Donnerstag abgewiesen werden müssen.

In Peru kommt es während der Regenzeit zwischen September und Februar immer wieder zu Erdrutschen in den Gebirgsregionen. Im vergangenen Jahr starben dabei sechs Menschen in Machu Picchu Pueblo, wo alljährlich rund eine halbe Million Touristen aus aller Welt ihren Besuch der sagenhaften Inka-Hochburg beginnen.

Machu Picchu ist die wohl bekannteste archäologische Stätte Südamerikas. Die Anlage umfasst eine ganze Stadt, darunter die Reste mehrerer Tempel der Indio-Kultur. Die Inka-Festung liegt so abgelegen, dass die spanischen Conquistadores sie nie gefunden haben. Erst 1911 entdeckte der Amerikaner Hiram Bingham die Ruinen. Heute dauert die Fahrt durch die malerische Landschaft der Anden gut vier Stunden. Endstation ist Aguas Calientes mit 4000 Einwohnern etwa acht Kilometer unterhalb von Machu Picchu.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%