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Erkrankungen durch TK-Erdbeeren: Caterer kündigt Entschädigung für Erkrankte an

Nach dem rätselhaften Brechdurchfall von mehr als 11 000 Menschen in Ostdeutschland gibt es eine Spur. Sie führt zu tiefgefrorenen Erdbeeren - vermutlich aus China. Der Caterer kündigte Entschädigungen für die Opfer an.

Erdbeeren, vermutlich aus China, sollen die Brechdurchfallepidemie in Thüringen ausgelöst haben. Quelle: dpa
Erdbeeren, vermutlich aus China, sollen die Brechdurchfallepidemie in Thüringen ausgelöst haben. Quelle: dpa

BerlinNach den massenhaften Magen-Darm-Erkrankungen in Ostdeutschland hat das Catering-Unternehmen Sodexo für die Betroffenen Entschädigungen angekündigt. Wie diese konkret aussehen, teilte die Firma zunächst nicht mit. Zugleich bedauerte das in die Kritik geratene Unternehmen die Vorfälle: "Wir entschuldigen uns in aller Form bei den betroffenen Kindern und Familien." Allen Kindern gehe es "inzwischen wieder gut".

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Tiefgekühlte Erdbeeren haben wohl die bislang größte durch Lebensmittel ausgelöste Welle von Magen-Darm-Erkrankungen in Deutschland ausgelöst. Das ergaben die Ermittlungen des Robert-Koch-Institutes (RKI) und der beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) angesiedelten Task Force des Bundes und der Länder, wie es am Freitagabend in einer gemeinsamen Mitteilung hieß. Den Angaben zufolge gibt es keine Hinweise, dass die betroffene Ware in den Einzelhandel gelangt ist.

Sodexo kündigte an, die Auswahl seiner Lieferanten "strikter handhaben" zu wollen. Um Vorfälle dieser Art künftig zu vermeiden, "werden wir alles technisch und organisatorisch Machbare unmittelbar umsetzen", hieß es am späten Freitagabend weiter.

Unglücke, Unfälle, Katastrophen

Der Sprecher des Bundesverbraucherschutzministeriums, Holger Eichele, sagte der Nachrichtenagentur dapd, lediglich eine Charge Tiefkühl-Erdbeeren werde als Verursacher angesehen. Das brandenburgische Verbraucherschutzministerium teilte mit, insgesamt seien 44 Tonnen Tiefkühl-Erdbeeren von einem Direktimporteur über den Hamburger Hafen aus China bezogen worden.

Das RKI verzeichnete zuletzt mehr als 11.000 an Brechdurchfall Erkrankte. Betroffen waren Schulen und Kitas in den Bundesländern Brandenburg, Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, in denen die Erdbeeren zum Essen gereicht wurden.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand wurden die betroffenen Einrichtungen von mindestens zehn regionalen Küchen eines Cateringunternehmens mit Nahrungsmitteln beliefert. Die Rückverfolgung in den Bundesländern habe weiter ergeben, dass alle Küchen die Tiefkühl-Erdbeeren von einem Lieferanten in Sachsen erhalten haben, wie es in der gemeinsamen Mitteilung des RKI, des BVL und des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) hieß.

Bereits nach Bekanntwerden der ersten Krankheitsfälle sei durch firmeninterne Ermittlungen der Verdacht auf Tiefkühl-Erdbeeren gefallen, erklärte das Unternehmen. "Wir haben diese daraufhin vorsorglich und unverzüglich in allen Sodexo-Küchen gesperrt." Dadurch sei eine größere Erkrankungswelle verhindert worden. Das hätten auch die Behörden dem Caterer bestätigt.

Inzwischen wurden laut RKI, BVL und BfR in den Landeslaboren bei einem beträchtlichen Teil der Patienten Noroviren nachgewiesen. Somit hätten sich die Hinweise verdichtet, dass diese der ursächliche Erreger für den Ausbruch waren.

In den bisher untersuchten Lebensmittel- und Umgebungsproben wurden den Angaben zufolge keine Noroviren gefunden. Ein Teil der beim sächsischen Hersteller und bei den Cateringfirmen vorhandenen Rückstellproben der betroffenen Charge werden derzeit noch geprüft. Die Ergebnisse werden voraussichtlich Mitte der Woche vorliegen.

  • 08.10.2012, 23:25 UhrBeobachter

    sicher kenn ich die (Sie auch?)
    Deshalb ist es ja so verwunderlich das man nichts besseres zu tun hat und eingefrorenes Obst aus Fernost servieren muss.

    Das heimische Obst (Birnen, Äpfel) läßt man wohl aus Kostengründen unter den Bäumen verfaulen...

  • 06.10.2012, 11:20 UhrSchuischel

    Die Erntezeit von Erdbeeren kennen Sie aber schon, oder?

  • 06.10.2012, 09:21 Uhrkoestlich

    Hahaha, einfach nür Köstlich! (so leckere Erdbeeren)
    Auf meiner Streuobstwiese ernte ich jedes Jahr meine leckeren Äpfelchen. Insgesamt gibts jährlich 20-35 Zentner. 100% ökologisch ohne Gift, ohne Düngung. Ca. 3/4 davon lass ich hängen ,die verrecken, da sie niemand will. Die Äpfel haben optisch paar braune Flecken und haben nicht die Normgrösse und nicht die Normform. Auch zum Keltern bringen lohnt nicht die Arbeit.Auch auf den Nachbr Grundstücken werde höchstens 25% des Ertrages geerntet.

    Drum Leute frisst Obst und Gemüse aus China, und glaubt daran, dass Leute wegen Biosprit verhungern.

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