Ermittlungsergebnisse
Pilotenstreit führt zu Flugzeugabsturz auf Java

Die Ermittler sind sich einig: Geistesabwesenheit der beiden Piloten hat den Flugzeugunfall auf der indonesischen Insel Java verursacht, bei dem Anfang März 21 Menschen ums Leben kamen.

HB SYDNEY. Pilot und Co-Pilot seien beim Landeanflug abgelenkt gewesen, sagte Tatang Kurniadi von der indonesischen Verkehrssicherheitsbehörde am Sonntag im australischen Fernsehen. Beide hätten sich über die Geschwindigkeit gestritten.

Der unerfahrene Co-Pilot habe durchstarten und einen neuen Landeanflug machen wollen. Dies gehe aus dem Stimmenrekorder der ausgebrannten Maschine hervor. Warum sich der erfahrene Pilot dagegen entschieden habe, sei unklar. Beide Piloten seien das erste Mal miteinander geflogen.

Die Boeing 737-400 der staatlichen Fluggesellschaft Garuda mit 140 Menschen an Bord war am 7. März beim Anflug auf die Touristenmetropole Yogyakarta über die Landebahn hinausgeschossen und in Flammen aufgegangen. Überlebenden zufolge hatte sich die Maschine mit ungewöhnlich hoher Geschwindigkeit dem Flughafen genähert.

Der Flugverkehr in Indonesien mit seinen mehr als 17 000 Inseln hat in der Vergangenheit stark zugenommen. Kritiker befürchten, dass dies zu Lasten der Sicherheit gegangen sei, weil Infrastruktur und die Ausbildung des Personals nicht immer Schritt halten könnten.

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