Ernährung
Mann oh Mann!

Die Kerle essen schlechter, und sie trinken mehr als Frauen. Sie sterben deshalb auch früher. Muss das eigentlich so sein? Ein Bericht über Männerärzte, Waschbrettbauch und Wechseljahre.

HB HAMBURG. Der eine tröstet sich mit einem röhrenden Ferrari, der andere mit einer schicken Rolex. Einige joggen stundenlang durch den Wald oder quälen sich in der Mucki-Bude. Weitere wiederum haben alle Hoffnung fahren lassen, süffeln Champagner und schlürfen Austern.

Es gäbe noch ein wenig mehr, was die Burschen für sich tun könnten. Allerdings passt das gar nicht zu ihrem Selbstverständnis à la „Ein Indianer kennt keinen Schmerz“.

„Männer fühlen sich kerngesund, bis sie tot umfallen“, sagt der Psychologe Uwe Hartmann. Männer verunglücken fast dreimal mehr im Straßenverkehr als Frauen, zwei Drittel aller Notfallpatienten sind männlichen Geschlechts. Rudolph Nesse, Forscher an der Universität in Michigan, sagt, im Zweifelsfall gebe es nur eine Maxime: Zähne zusammenbeißen. Und behauptet: „Männlichkeit ist eine hochgefährliche Lebensform.“

„Männer haben Muskeln, Männer sind furchtbar stark. Männer können alles, Männer kriegen ’n Herzinfarkt“, sang schon Herbert Grönemeyer. Der muss es wissen, sein Bruder ist Arzt.

Von wegen starkes Geschlecht. Mann hat ein höheres Krebsrisiko, stirbt deutlich häufiger an Schlaganfall und Herzinfarkt als die buchstäblich bessere Hälfte. Jeder fünfte ist chronisch krank, und sechs Millionen Mannsbilder haben nachhaltige Potenzprobleme. Kurzum: Der Mann als solcher ist in Gefahr.

Was ist zu tun?

Das Einfachste wäre, er ginge einfach mal zum Arzt. Lediglich jeder siebte ab 45 nutzt die kostenlose Gesundheitsvorsorge der Krankenkassen. Noch besser, der Mann suchte gleich den Spezialisten auf: den Männerarzt.

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