Ernährungsgewohnheiten
Mehr Obst, weniger Rindfleisch

Die Ernährungsgewohnheiten der Deutschen haben sich zwischen 1995 und 2005 deutlich verändert. Das zeigt eine Studie der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle. Der Trend geht zu leichterer und vor allem gesünderer Kost.

HB BONN. Die Bundesbürger essen weniger Rindfleisch und Kartoffeln, dafür mehr Obst, Gemüse, Nudeln und Jogurt. Und sie trinken weniger Alkohol. Das sind Ergebnisse einer Untersuchung über die Veränderung der Ernährungsgewohnheiten in den vergangenen zehn Jahren, die die Zentrale Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) am Donnerstag in Bonn veröffentlicht hat.

Der jährliche Pro-Kopf-Verzehr von Rind- und Kalbfleisch ist demnach von 1995 bis 2005 von 11,4 Kilogramm um 23,7 Prozent auf 8,7 Kilogramm gesunken. Insgesamt blieb der Fleischverbrauch allerdings praktisch unverändert: Geflügel legte um 25 Prozent von 8,0 auf 10,0 Kilogramm zu, Schweinefleisch blieb mit knapp 40 Kilogramm stabil, ebenso der Verzehr von Wurst mit etwa 30 Kilogramm pro Kopf und Jahr. Kein großes Interesse mehr haben die Bundesbürger an Innereien. Der Verzehr sank um fast 58,4 Prozent von 1,2 Kilogramm auf nur noch 500 Gramm.

Der Durchschnittsverbrauch von Eiern ging zwischen 1995 und 2005 um rund 8 Prozent von 224 auf 206 Stück zurück, der von frischen und verarbeiteten Kartoffeln um 8,7 Prozent von 72,8 auf 66,5 Kilogramm. Kräftig zugelegt haben Obst (plus 22,8 Prozent von 92,2 auf 113,2 Kilogramm), Gemüse (plus 19,1 Prozent von 72,7 auf 86,6 Kilogramm), Getreide (plus 26,7 Prozent von 72,3 Kilogramm auf 91,6 Kilogramm) sowie Nudeln (plus 36 Prozent von 5,0 auf 6,8 Kilogramm).

Der Verbrauch von Milch sank um 6,8 Prozent von 68,9 auf 64,2 Kilogramm pro Kopf und Jahr, der von Butter um knapp 9,9 Prozent von 7,1 auf 6,4 Kilogramm. Milchmischerzeugnisse wie Jogurt und Kefir legten dagegen kräftig zu: Der Verbrauch stieg um 30,1 Prozent von 21,9 auf 28,5 Kilogramm. Der Käseverbrauch wuchs um 11,6 Prozent von 19,8 auf 22,1 Kilogramm.

Deutlich verändert haben sich in den vergangenen zehn Jahren nach den Beobachtungen der ZMP auch die Trinkgewohnheiten der Bundesbürger. Der Konsum alkoholischer Getränke sackte von 164,6 Liter auf 144,5 Liter ab, ein Minus von 12,2 Prozent. Dagegen wurden fast 26 Prozent mehr alkoholfreie Getränke konsumiert. Wasser, Erfrischungsgetränke, Fruchtsäfte und dergleichen legten von 230,6 auf 290,5 Liter zu.

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