Erneuerbare Energie Obama will Solarzellen für das Weiße Haus

Der US-Präsident geht mit gutem Beispiel voran: Er will Solarzellen auf dem Dach des Weißen Hauses installieren lassen. Umweltschützer hoffen, dass er damit die Grüne Bewegung im Land der Klimasünder wieder aufleben lässt.
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US-Präsident Barack Obama will Solarzellen für das Weiße Haus. Quelle: Reuters

US-Präsident Barack Obama will Solarzellen für das Weiße Haus.

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HB/asd WASHINGTON. Barack Obama arbeitet an seinem grünen Image: Der US-Präsident will Solarzellen auf seinem Dach installieren lassen, verriet sein Energieminister Steven Chu. Die Systeme sollen Strom und warmes Wasser aus Sonnenenergie erzeugen und auf dem Teil des Weißen Hauses angebracht werden, in dem Obamas Familie wohnt. Die Zellen werden mehr als doppelt so viel Strom erzeugen, wie ein durchschnittliches Haus in Washington verbraucht. Der Präsident will so rund 3000 Dollar an Energiekosten pro Jahr sparen.

Es ist jedoch nur ein kleiner symbolischer Schritt nach einer großen Niederlage: Eigentlich hatte Obama ambitionierte Ziele für ein strenges Klimaschutzgesetz, das erneuerbare Energien im Land der großen Klimasünder fördern sollte. Doch davon musste er sich im Sommer verabschieden. Es lassen sich einfach keine politischen Mehrheiten finden. Die Regierung will nun im nächsten Jahr einen neuen Anlauf wagen und das Vorhaben in mehrere kleinere Gesetzeshäppchen aufteilen.

Obama ist jedoch nicht der erste Präsident, der Solarzellen auf dem Dach des bekanntesten Gebäudes in Washington installieren lässt. Präsident Jimmy Carter, wie Obama ein Mitglied der Demokratischen Partei, ließ im Jahr 1979 die ersten Panele anbringen. Die Entscheidung war motiviert durch die damalige Ölkrise. Sein Nachfolger, der rebublikanische Präsident Ronald Reagan ließ sie sieben Jahre später wieder entfernen.

Die Kosten für das Obamas neues Solarprojekt sind allerdings noch offen: Energieminister Chu wird nun eine passende Solarfirma auswählen. Im kommenden Frühjahr sollen die Zellen dann angebracht werden.

Umweltschützer hoffen, dass Obama mit seinem Schritt viele Nachahmer findet. „Es könnte eine Welle von Solar-Installationen in den USA und in der ganzen Welt auslösen“, gibt sich Buchautor Bill McKibben optimistisch. Michelle Obama hat es bereits vorgemacht: Den Anstieg der Verkäufe von Pflanzen-Samen in den USA führen einige auf ihren Gemüsegarten zurück.

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7 Kommentare zu "Erneuerbare Energie: Obama will Solarzellen für das Weiße Haus"

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  • Mit den Grünen werden die Reichen reicher und die Armen ärmer.

    Konservatives Verhalten ist auch, wenn man Klientelpolitik betreibt und tradierte Verhaltensweisen einfach nicht aufgeben will.

    Die konservativste Partei Deutschlands sind derzeit Die Grünen/bündnis 90.

  • Achja JohnyPV, dann können wir ja die Einspeisevergütungen für diese Anlagen bald streichen und die Strompreise wieder senken. Sind ihre Anlagen dann auch noch rentabel? Wohl kaum!

    Seit zwanzig Jahren höre ich, dass die Anlagen bald ohne Subventionen rentabel sein sollen. beweisen Sie es, lassen Sie uns als jede Subvention für diese Anlagen abschaffen.

  • Wie schrieb doch jemand hier vor eingen Wochen zu dieser Thematik für den deutschen Raum.

    Die Solartechnik lohnt sich für die Reichen in diesem Land. Sie kassieren die Förderungen, die von den Menschen über teure Strompreise bezahlt werden, die kein Eigentum (Hausdach) für Solarmodule besitzen.

    Dieser Hinweis ist an Die Grünen/bundnis 90 adressiert.

    P. S.
    Mr. President, folgen Sie diesem Weg auf keinen Fall.

  • Falsch gerechnet:
    in den USA ist selbst in Alaska die Sonnenbestrahlung höher als in Deutschland.
    in dem Raum Washington DC liegt sie bei ca. 1500kwh/kWp.
    Damit braucht man mit ihren Angaben nur noch eine 14kWp Anlage für 35k $. Diese Anlage rechnet sich also schon nach 10 Jahren.
    bei Großanlagen in Arizona liegen die Stromgestehungskosten wegen der extrem guten Sonnenbestrahlung (bei über 2000kWh/kWp, entspricht Saharaverhältnissen) schon jetzt bei ca 9 US Cent/kWh. Damit ist man schon jetzt sehr rentabel, auch ohne jegliche Subventionen. Aus diesem Grund investieren im Moment sehr viele US STromversorger in große PV Anlagen.
    in Deutschland wird der Solarstrom für den Privatmann (Aufdachanlage) in ca. 2 Jahren ohne jegliche Subventionen wirtschaftlich sein (billiger als die Privatkundentarife der Stromversorger).
    Solarstrom=teuer, das war mal. Die Preise für Module sind innerhalb der letzten 10 Jahre um 90% gefallen.

  • Der Weg zur Freie Energie geht über Zwischenstufen

    Obama darf und kann momentan noch nicht die Freie Energie Technologie freigeben. Er begnügt sich mit erneuerbare Energien als ersten Schritt.

  • Jetzt wird auch der Letzte merken, dass es mit der Weltmacht USA vorbei ist. Noch nicht mal der Präsident der USA kann wirtschaftlich denken und rechnen. in USA in der Region um Washington DC kostet die kWh Strom zur Zeit ca. 0,14 USD (entspricht ca. 0,10 Euro, also ca. halb so teuer wie in Deutschland). Um 3000 USD im Jahr einzusparen muss er 21.429 kWh Strom über Solarenergie "erzeugen" (3000 USD / 0,14 USD). Dafür benötigt man bei einer Traumausbeute eine Solaranlage mit 21 kWp (Schöngerechnete 1000 kWh/kWp. Für eine 21 kWp-PV-Anlage wird man entsprechend dem Preisverhältnis Deutschland zu USA extrem tief angesetzte ca. 2500 USD/kWp kalkulieren müssen. Heißt also er muss 52500 USD auf einmal investieren um 3000 USD im Jahr zu sparen. Die PV-Anlage hat sich dann in 17,5 Jahren für den amerikanischen Steuerzahler gerechnet. Aber nur wenn man die Kapitalverzinsung und die Wartungskosten sowie den Leistungschwund der Anlage vernachlässigt. Jede betriebswirtschaftlich denkende Person lacht sich darüber schlapp. Obama rettet die Welt, hahaha !!

  • Klasse barack....weiter so!!!! :-)))

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