Erneut Stromausfall in Schweden: Orkantief „Ulf“ wirbelt über Europa

Erneut Stromausfall in Schweden
Orkantief „Ulf“ wirbelt über Europa

Das Orkantief „Ulf“ hat am Wochenende in Teilen Deutschlands, in Dänemark und Schweden schwere Schäden angerichtet. In Nordostdeutschland und Bayern starben bei Unfällen mindestens vier Menschen, teilte die Polizei mit.

HB HAMBURG/KOPENHAGEN/STOCKHOLM. Nach Angaben des Wetterdienstes Meteomedia erreichte der Sturm in den Alpen Spitzengeschwindigkeiten von 160 Kilometern pro Stunde. Auf dem kleinen Matterhorn (3 883 Meter) in der Schweiz seien sogar 183 Stundenkilometer gemessen worden.

In Mecklenburg-Vorpommern waren am Sonntag nach Angaben des Stromversorgers etwa 28 000 Haushalte stundenlang ohne Strom. In Südschweden fiel die Elektrizitätsversorgung nach einem schweren Schneesturm am Wochenende für etwa 30 000 Haushalte aus. In Kopenhagen wurde der Flughafen Kastrup am Samstag vorübergehend geschlossen.

Nach Behördenangaben im Rundfunk waren am Sonntagnachmittag in Schweden noch immer 11 000 Familien ohne Elektrizität. Viele von ihnen hatten auch nach einem Sturm Anfang Januar mit teilweise wochenlangem Stromausfall zu kämpfen. In Dänemark führte am Wochenende ein Wintereinbruch mit heftigem Schneefall zu einem Verkehrschaos. Am Sonntag musste der komplette Fährverkehr zwischen Nordjyütland und Norwegen sowie Schweden eingestellt werden. Betroffen waren tausende Familien, die während der einwöchigen Winterferien in Dänemark zum Skilaufen in die skandinavischen Nachbarländer reisen wollten. Am Samstag wurde die Brücke über den Großen Belt zwischen den Inseln Fünen und Seeland teilweise gesperrt.

Eine Lawine riss am Sonntag im griechischen Skigebiet von Mainalon fünf Menschen in den Tod. Wie das Fernsehen (NET) unter Berufung auf die Polizei berichtete, gehörten die Opfer zu 30 Bergsteigern, die am Sonntag den 1 860 Meter hohen Mainalon besteigen wollten. Die Lawine war nach Vermutungen der Polizei von einem Hubschrauber ausgelöst worden, der das Skigebiet überflog. In Frankreich starben bei einem Sturm in der Bretagne zwei Menschen. Eine Frau starb, als ihr Kajak kenterte, ein Mann wurde von einer Welle ins Meer gezogen. Der Wetterdienst gab Schneewarnungen für die Pyrenäen, Burgund und das Alpenvorland heraus.

In Österreich wurde eine Skiwanderin aus Bayern am Samstag von einer Lawine getötet. Ein deutscher Alpinist wurde nach Angaben der österreichischen Gendarmerie lebensgefährlich verletzt, zwei Männer kamen mit leichten Verletzungen davon. Die Gruppe war in 2 200 Metern Höhe von dem Schneebrett 500 Meter in die Tiefe gerissen worden.

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