Erste ernsthafte Infektionskrankheit des 21.Jahrhunderts
WHO einigt sich auf neue Gesundheitsregeln

Als Konsequenz aus dem Ausbruch der Infektionskrankheit SARS hat sich die Weltgesundheitsorganisation WHO auf neue Regeln geeinigt. Danach darf sie künftig bei einem Ausbruch von Krankheiten vor Ort Untersuchungen anstellen und dabei alle offiziellen und inoffiziellen Quellen nutzen.

HB/dpa GENF. Das haben die Vertreter der 192 Mitglieder zum Abschluss der WHO-Jahreskonferenz am Mittwoch in Genf beschlossen. SARS wird in der Resolution als die erste ernsthafte Infektionskrankheit des 21. Jahrhunderts bezeichnet. Ein privat finanzierter Fonds in Höhe von 100 Millionen US-Dollar soll ins Leben gerufen werden, um die Krankheit in China und der Region zu bekämpfen und überwachen.

Die Resolution wird als wichtiger Schritt gewertet, um künftig schnell auf den Ausbruch von Infektionskrankheiten und andere Gefahren für die öffentliche Gesundheit reagieren zu können. Bislang war nur die Berichterstattung über eine geringe Anzahl von Krankheiten Pflicht. „SARS hat uns das Ausmaß der Herausforderung deutlich gemacht“, sagte die scheidende WHO-Generalsekretärin Gro Harlem Brundtland.

In einer Resolution speziell zum Thema SARS verpflichten sich die WHO-Mitglieder zu einer intensiven regionalen und globalen Zusammenarbeit, um effektive Strategien gegen die Krankheit zu entwickeln und SARS unter Kontrolle zu bringen. Insbesondere soll die Kommunikation unter den WHO-Mitgliedern verbessert werden. An der Jahreskonferenz der WHO hatten in den vergangenen neun Tagen mehr als 2000 Vertreter aus den 192 Mitgliedsländern teilgenommen, darunter auch viele Minister. Ein wichtiger Beschluss war die Anti-Tabak-Konvention. Darüber hinaus wurden Resolution zur traditionellen Medizin, zu Grippe-Epidemien, der Blindheit und zum Schutz des geistigen Eigentums verabschiedet.

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