Erste Helfer sollen Donnerstag landen
Das THW soll's in New Orleans richten

Das erste Team des Technischen Hilfswerkes (THW) ist auf dem Weg in das Überschwemmungsgebiet der USA. Die Männer und Frauen sind erfahrene Hochwasser-Helfer.

HB RAMSTEIN. Im Laufe des Donnerstags werden in New Orleans amerikanische Militärflugzeuge mit 94 Experten des THW erwartet. Die erste Maschine mit Hochleistungspumpen, Lastwagen und einem Team von Helfern an Bord war am frühen Morgen auf dem US- Militärflughafen im rheinland-pfälzischen Ramstein gestartet. Eine zweite Maschine soll folgen.

Die Helfer stellen sich nach Angaben eines THW-Sprechers auf einen drei- bis vierwöchigen Einsatz ein. Der genaue Zielort sei aber noch unklar. Das THW werde der US-Einsatzleitung unterstellt, die den Ort festlege, erläuterte er. „Die meisten unserer Einsatzkräfte waren beim Oder- und Elbehochwasser eingesetzt“, sagte der Sprecher. Einige hätten auch nach der Tsunami-Katastrophe oder anderen Überschwemmungen geholfen.

Das Team verfügt über 10 große Pumpen mit einer Förderleistung von 15 000 Litern pro Minute sowie über 5 Pumpen, die pro Minute 5000 Liter fördern können. Die Hochleistungspumpen sollen bei der Trockenlegung von New Orleans helfen. Zur insgesamt 200 Tonnen schweren Ausrüstung gehören auch Lastwagen, mit denen die Geräte transportiert werden.

Die Bundesregierung hat den USA umfassende Hilfe für die Bewältigung der Katastrophe angeboten. Nach Angaben von Regierungssprecher Bela Anda von Mittwoch ist die Lieferung von weiteren 75 Tonnen Nahrungsmitteln in den nächsten Tagen vorgesehen. Bisher hat die Bundesregierung rund 40 Tonnen an Tagesrationen in die USA geflogen. Zudem hat das Deutsche Rote Kreuz sieben Logistik-Experten in die Region entsandt.

Parallel zur deutschen Hilfe startet nun auch die US-amerikanische durch. US-Präsident George W. Bush will weitere 51,8 Milliarden Dollar (41,7 Milliarden Euro) bereitsstellen. Dies teilte das Weiße Haus am Mittwochabend mit. Der Kongress hatte bereits 10,5 Milliarden Dollar an Hilfsgeldern bewilligt. Der Budgetdirektor des Weißen Hauses, Joshua Bolten, stellte weitere Gelder in Aussicht.

Der demokratische Minderheitenführer im Senat, Harry Reid, hatte nach einem Treffen mit Bush im Weißen Haus erklärt, er rechne damit, dass die Gesamtkosten für die Opferhilfe und die Beseitigung der Schäden bis zu 150 Milliarden Dollar betragen werden.

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