Erste Hitzewelle des Jahres Höchsttemperaturen am Donnerstag

Pünktlich zum Sommeranfang wird es in der kommenden Woche heiß in Deutschland. Spitzentemperaturen bis zu 38 Grad werden am Donnerstag erwartet. Und auch Nachts ist kaum mit Abkühlung zu rechnen.
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Das Hitzehoch „Concha“ soll Deutschland in den nächsten Tagen hohe Temperaturen bescheren. Quelle: dpa
Hitzewelle

Das Hitzehoch „Concha“ soll Deutschland in den nächsten Tagen hohe Temperaturen bescheren.

(Foto: dpa)

OffenbachPünktlich zum Sommeranfang am Mittwoch erlebt Deutschland die erste längere Hitzewelle des Jahres - zumindest in der Mitte und im Süden. Hoch „Concha“ bringt die ganze Woche über Spitzentemperaturen von mehr als 30 Grad. Auch nachts kühlt es in den Ballungsräumen kaum noch unter 20 Grad ab, wie Meteorologe Lars Kirchhübel vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach am Montag ankündigte. Die Experten warnen vor UV-Strahlung und Hitzefolgen.

Kurze Hose im Büro – wird man mit diesem Dresscode im Sommer ernst genommen?

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„Der Donnerstag wird voraussichtlich der bislang heißeste Tag des Jahres“, sagte Kirchhübel. Im Südwesten sei dann mit 37, punktuell vielleicht auch 38 Grad zu rechnen. Ein Grad weniger werde den aktuellen Berechnungen zufolge am Dienstag erreicht. Der bisherige Hitzerekord des Jahres war Ende Mai im rheinland-pfälzischen Bad Kreuznach mit 34,6 Grad gemessen worden.

Allerdings gibt es diese Woche große Temperatur-Unterschiede in Deutschland: Zwischen der Küste und dem Oberrhein können sie bis zu 15 Grad ausmachen. Meteorologe Kirchhübel rät: „Die Hitzebeständigen und Sonnenliebhaber sollten den Süden und Westen des Landes aufsuchen, Freunde einer frischen Brise und mäßig warmen bis warmen Temperaturen dagegen eher Richtung Norden und Nordosten aufbrechen.“

So trinken Sie richtig
Warum ist Wasser so wichtig?
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Wasser ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Lebenselixier. Wir bestehen zu etwa 60 Prozent aus Wasser und können ohne Flüssigkeitszufuhr gerade einmal drei Tage überleben. Wasser schützt unseren Körper vor Überhitzung und ist an vielfältigen, lebensnotwendigen Stoffwechselprozessen beteiligt – etwa der Ausscheidung von Salzen über den Urin. Allein dafür brauchen wir mindestens 700 Milliliter Wasser täglich. Im Durchschnitt gibt ein Erwachsener pro Tag 1440 Milliliter Wasser über den Urin, 160 Milliliter über den Stuhl, 550 Milliliter über die Haut und noch einmal 500 Milliliter über die Lunge ab.

Die richtige Menge
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Wie viel Wasser der Mensch benötigt, ist individuell verschieden. Es hängt unter anderem mit den klimatischen Bedingungen, der körperlichen Aktivität und der Nahrungszusammensetzung zusammen. Mediziner nennen die Faustregel: Erwachsene sollten 30 bis 40 Milliliter Flüssigkeit pro Kilogramm Körpergewicht zuführen. Das kann in Form von Getränken oder flüssigkeitshaltiger Nahrung geschehen. Ein 60 Kilogramm schwerer Erwachsener sollte also mindestens 1,8 Liter (30 ml mal 60 Kilogramm) Flüssigkeit am Tag zu sich nehmen. Im Durchschnitt beziehen wir 800 Milliliter davon allein aus der Nahrung. So liefert etwa ein Apfel von 125 Gramm rund 106 Milliliter Wasser, ein 150-Gramm-Becher Joghurt hat etwa 119 Milliliter Wasser. Besonders wasserhaltig sind auch Gurken, Tomaten oder Wassermelonen. Das kann Trinkmuffeln helfen, ihren Bedarf zu decken.

Herzkranke Menschen sollen nicht mehr als zwei Liter am Tag trinken, um den Kreislauf nicht unnötig zu belasten – sie sollten die richtige Trinkmenge unbedingt mit dem Arzt besprechen.

Coca Cola - Quartalszahlen
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Was sollte man trinken?

Unsere Getränke sollten möglichst wenig Zucker enthalten, denn der liefert nur überschüssige Kalorien. Das kann leicht zu Übergewicht und Diabetes führen, denn wer ist schon nach ein paar Gläsern Cola satt und isst entsprechend weniger? Kalorientechnisch schlägt ein Liter aber mit rund 430 Kilokalorien zu Buche – das ist mehr als eine Portion Hühnerfleisch (200 Gramm). Purer Saft ist da übrigens auch nicht besser. Deshalb sollte man vor allem Wasser und ungesüßte Früchte- oder Kräutertees trinken. Ein Spritzer Zitrone, eine Scheibe frischer Ingwer oder Minzblätter peppen den Sprudel auf. Fruchtsäfte sollten vor allem zu Schorlen (ein Teil Saft, zwei Teile Wasser) gemixt werden.

Spezialitätenkaffeemesse "Kaffeecampus"
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Zählt Kaffee als Getränk?

Von Kaffee dachte man lange, dass er dem Körper Flüssigkeit entzieht. Tatsächlich kann er aber zur Flüssigkeitsbilanz des Körpers beitragen. Zwar hat Kaffee harntreibende Wirkung – wer regelmäßig Kaffee trinkt, wird aber eine Abschwächung des Effekts bemerken. Gerade bei älteren Menschen, die häufig zu wenig trinken, kann die gewohnte Tasse Kaffee am Morgen einen wichtigen Beitrag zur Flüssigkeitsversorgung leisten. Wegen der anregenden Wirkung des Koffeins ist Kaffee aber zum Beispiel für Kinder nicht geeignet – ebenso wenig wie grüner oder schwarzer Tee.

Zutaten für Bier bei der Brauerei Hoepfner
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Bier als Durstlöscher?

Bier hat fast genauso viele Kalorien wie Limonaden und Säfte. Was bei Letzteren aus dem enthaltenen Zucker kommt, liefert das Bier über den Alkohol – Starkbier bringt entsprechend mehr Kalorien mit. Dass Alkohol ein Energieträger ist, wird gern vergessen. Alkoholfreies Bier, sogenanntes Diät- oder Leichtbier, hat im Schnitt immer noch 260 bis 300 Kilokalorien pro Liter. Das sind zwar rund 40 Prozent weniger als bei „normalem“ Bier, sollte aber dennoch nicht vernachlässigt werden. Weil die meisten alkoholfreien Biere viel Kalium und Kalzium enthalten, sind sie – in Maßen genossen und keineswegs für Kinder – ein guter Durstlöscher.

Regular and mini cans of Diet Coke and Diet Pepsi are pictured in this photo illustration in New York
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Light-Cola und –Limonaden

Über die gesundheitlichen Auswirkungen von Süßstoffen wird in der Wissenschaft nach wie vor viel gestritten. Zwar sparen sie die Kalorien, die Zucker liefert, ein. Aber Studien zeigen, dass gerade Kinder so an den Geschmack „süß“ gewöhnt werden und sich nach und nach die Reizschwelle erhöht. Außerdem stehen manche Süßstoffe im Verdacht, krebserregend zu sein (zum Beispiel Cyclamat und Saccharin) – andere führen bei übermäßigem Genuss zu Blähungen und Durchfall (zum Beispiel Maltit oder Xylit).

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Woran man einen Wassermangel erkennt

Verliert der Körper mehr Wasser, als zugeführt wird, spricht man von einer Dehydratation. Schon bei einem Wasserdefizit von etwa 0,5 Prozent (bezogen auf das gesamte Körperwasser) entsteht normalerweise ein Durstgefühl. Fehlt dieses, gibt es noch andere Anzeichen:
-          Mundtrockenheit, trockene Schleimhäute, eine rissige Zunge
-          presst man die Haut, etwa des Handrückens zusammen, bleibt die Hautfalte stehen
-          allgemeine Schwäche und auch geistige Eintrübungen: Reaktionsvermögen und Konzentrationsfähigkeit sind schon bei Flüssigkeitsverlusten von zwei Prozent herabgesetzt
-          Kopfschmerzen und Müdigkeit
-          der Urin ist dunkel und verströmt einen intensiven Geruch, weil er stark konzentriert ist.
-          eventuell Fieber, schneller, flacher Puls und niedriger Blutdruck

Eine starke Austrocknung von mehr als 20 Prozent der Körperflüssigkeit kann schließlich zu einem lebensbedrohlichen, akuten Kreislauf- und Nierenversagen führen.

  • dpa
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