Erste Untersuchungsergebnisse
Ludwigshafener Feuer in Keller ausgebrochen

Acht Tage nach dem verheerenden Brand in einem Wohnhaus in Ludwigshafen hat die Staatsanwaltschaft erste Untersuchungsergebnisse vorgestellt: Demnach ist jetzt klar, wo der Brand ausgebrochen ist. Über die Ursache rätseln Experten allerdings noch.

HB LUDWIGSHAFEN. Das verheerende Feuer in einem Wohnhaus in Ludwigshafen ist im Keller ausgebrochen. Zu dieser Einschätzung kommen Brandexperten, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag in Ludwigshafen mitteilten. Auch acht Tage nach dem Brand, bei dem neun Frauen und Kinder türkischer Herkunft gestorben waren, blieb die Ursache offen. Die Überprüfung möglicher Brandursachen werde zumindest noch diese Woche in Anspruch nehmen, teilten die Behörden mit. Die Ermittler suchen nach privaten Film- und Fotoaufnahmen, die vor dem Brandausbruch von dem Haus und seiner Umgebung gemacht worden sein könnten.

Einen weiteren Zwischenbericht wird es den Angaben zufolge wohl erst wieder am Donnerstag geben. Die notwendigen Analysen bräuchten noch ihre Zeit, sagte ein Polizeisprecher. Die Untersuchung der Brandruine selbst ist seinen Angaben zufolge aber bereits weitgehend abgeschlossen. Die Brandmittelspürhunde hätten in dem ausgebrannten Gebäude nichts gefunden. Bislang ist unklar, ob das Feuer auf einen technischen Defekt oder Brandstiftung zurückzuführen ist. Am Sonntag vor einer Woche waren bei dem Feuer in einem Wohnhaus neun Menschen ums Leben gekommen, 60 Menschen wurden verletzt.

Auch der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) betonte in Berlin, bislang seien keine Hinweise auf Brandstiftung wie etwa Brandbeschleuniger entdeckt worden. Die eingeschalteten Beamten des Bundeskriminalamtes, externe Fachleute sowie die angereisten türkischen Experten stimmten in diesem „Zwischenergebnis“ bei den Ermittlungen überein, sagte Beck. Die Behörden seien dabei, für Überlebende der Katastrophe neuen Wohnraum zu beschaffen, ergänzte der Ministerpräsident.

Nach Angaben der Polizei geht die Arbeit der mehr als 80-köpfigen Sonderkommission „Danziger Platz“ unverändert „mit Hochdruck“ weiter. Es gebe vielfältige Zeugenbefragungen und sonstige Nachforschungen. Gegenstand der Ermittlung ist unter anderem die Elektrik des 110 Jahre alten Hauses, die sich Berichten zufolge in einem maroden Zustand befunden haben soll. Ein weiterer Schwerpunkt sind die Aussagen von zwei acht und neun Jahre alten Mädchen, die einen Brandstifter gesehen haben wollen.

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