Erster freiwilliger Sommerschlussverkauf
Schwacher Start der Schnäppchenjagd

Sie locken mit Rabatten bis zu 70 Prozent - dennoch ist der erste freiwillige Sommerschlussverkauf der Einzelhändler an diesem Montag eher schleppend angelaufen. Schuld ist der Nieselregen.

HB HAMBURG. Totgesagte leben länger. Die bundesgesetzlichen Regelungen zum Sommerschluss-Verkauf sind gefallen - die saisonale Schnäppchen-Jagd aber geht weiter. Denn der Grund für das Purzeln der Preise ist geblieben: Aufgrund des schlechten Wetters sind die Lager voll mit Sommerbekleidung.

Dem Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) zufolge wollten sich gut zwei Drittel der Geschäfte an dem nach Änderung des Rabattgesetzes nicht staatlich regulierten SSV beteiligen.

„Der Start war verhalten, aber wir sind optimistisch, dass dieser Schlussverkauf ein Erfolg wird“, sagte auch der Sprecher des Einzelhandelsverbandes HDE, Hubertus Pellengahr. „Wo es geregnet hat und kalt war, war der Start sicher nicht so, wie man sich das erhofft hat.“ Viele Verbraucher hätten sich wohl auch gedacht, dass es gar keinen SSV mehr gebe. Die Branche sei dennoch optimistisch. Die Ferien in den großen Bundesländern hätten gerade erst begonnen oder stünden noch bevor. Der Schlussverkauf sei attraktiver geworden, da wegen der gesetzlichen Änderungen nicht mehr nur Rabatte auf Textilien, sondern auch auf zahlreiche andere Sortimente gegeben würden. So würden diesmal beispielsweise auch Kosmetikartikel und Gartenmöbel im Schlussverkauf angeboten, an dem sich nach Angaben des Verbands rund zwei Drittel der Geschäfte beteiligen wollten.

„Es ist einigermaßen vernünftig losgegangen, aber leicht unter Vorjahr“, sagte der Geschäftsführer des Düsseldorfer Kaufhofs an der Königsallee, Jos Coenen. Um 08.00 Uhr hätten zahlreiche Kunden vor der Tür gestanden wie in den Jahren zuvor. „Der Schlussverkauf ist bei den Schnäppchenjägern doch noch sehr verankert.“ Gefragt seien vor allem Urlaubstextilien, gut liefen aber auch Bettwäsche und Schnäppchen aus dem Bereich Haushaltswaren.

Schon vor Beginn des unverbindlichen Schlussverkaufs waren die Preise typischer Rabatt-Artikel im Juli gesunken. So wurden nach Angaben der Statistikämter etwa Schuhe und Kleidung in Hessen um 3,3 Prozent, in Baden-Württemberg um 1,4 Prozent und in Bayern um 0,9 Prozent günstiger angeboten als im Vormonat. Viele Preissenkungen sind wegen der ungünstigen Witterung bereits in den vergangenen Wochen vorgezogen worden. Bei C&A in Fulda füllte sich beispielsweise das Geschäft im Laufe des Tages zusehends. „Es hat deutlich angezogen“, sagte Filialleiter Hans-Jürgen Dröge. „Wir haben nach wie vor eine Schlussverkaufsstimmung.“ Die Preise für Sommerwaren seien um bis zu 70 Prozent heruntergesetzt worden. „Wir haben kreuz und quer durch die Bank reduziert.“.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%