Erster Gerichtstermin für den US-Popstar
Fans demonstrieren für Jacko

Mit 20 Minuten Verspätung erschien US-Popstar Michael Jackson zu seinem Auftritt auf ungewohnter Bühne. Unterstützt von hunderten Fans aus aller Welt bekannte sich "Jacko" vor Gericht für nicht schuldig.

HB SANTA MARIA. Jackson kam um 08.40 Uhr Ortszeit in einem schwarzen Geländewagen im kalifornischen Santa Maria an. Er wurde unter einem schwarzen Schirm zum Gerichtsgebäude geleitet. Auf dem Weg schüttelte er seinen Anhängern die Hände und bildete mit den Fingern das Friedenszeichen. Busse mit der Aufschrift „Caravans of Love“ hatten die Fans nach Santa Maria gebracht, wo sie Gospel-Songs und Hits von Jackson sangen, um den Star zu unterstützen. Einige trugen T-Shirts mit dem Aufdruck „Michael ist 1000 % unschuldig“ und zitierten damit einen Ausspruch von Jacksons Bruder Jermaine Jackson.

In der nur fünf Minuten dauernden Anhörung tadelte Richter Rodney Melville Jackson wegen seiner Verspätung. Er ermahnte den Popstar, das nächste Mal pünktlich zu erscheinen. Dann beraumte der Richter eine weitere Anhörung für den 13. Februar an. Jacksons Anwalt hatte bereits zuvor mitgeteilt, dass sich der 45-Jährige nach Verlesung der Anklageschrift für schuldig erklären werde. Im Falle eines Prozesses und einer Verurteilung drohen Jackson knapp 20 Jahre Haft. Außerdem dürfte damit seine außergewöhnlich erfolgreiche, zuletzt aber stockenden Karriere beendet sein.

Die Anklageverlesung in Santa Maria im US-Bundesstaat Kalifornien stieß auf ein enormes Medieninteresse. Der Ort liegt ganz in der Nähe von Jacksons Ranch Neverland, auf der der Pop-Star die ihm zur Last gelegten Taten begangen haben soll. Jacksons Verteidiger, der Star-Anwalt Mark Geragos, bekräftigte im Vorfeld der Anklageverlesung nochmals die Unschuld seines Mandanten und kündigte an, einen Freispruch anzustreben. Zudem werde der New Yorker Anwalt Ben Brafman die Verteidigung verstärken. Brafman hatte unter anderem für den Rap-Star Sean „P. Diddy“ Combs einen Freispruch erreicht, der wegen des Vorwurfs der Bestechung und des illegalen Waffenbesitzes angeklagt war.

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